Grün. Fett. Schnell – der Porsche Cayenne GTS

Ein grünes SUV ist genau das Richtige. Wo jetzt doch auch schon die Piraten in der Wählergunst vorne liegen, da kann man dann auch mal mit seinen Traditionen brechen. Wobei, was heißt Traditionen? Neu ist die Idee mit dem großen Wagen nicht. Schlecht auch keineswegs, wie die Zulassungszahlen beweisen.


Doch Porsche hat seit Einführung der zweiten Modellreihe (das war genau genommen der 914) ein Problem mit den Puristen. Ihnen kann man es nur schwer recht machen. Leistung hilft da immer, denn Speck fängt nicht nur Mäuse, Speck fängt auch die Hardliner. Deshalb gibt es im neuen Cayenne GTS reichlich davon. Zwar nicht so reichlich wie im turbo, aber man will ja auch Athlet sein, nicht Schwergewicht.

Mit Speck fängt man Mäuse.

420PS um genau zu sein. Das sind 20PS mehr als im 4.8 Liter DFI-V8 des normalen Cayenne S, aber 10PS weniger als im Panamera GTS. Das Drehmoment wird sich also auch irgendwo zwischen den 500Nm des SUV und den 520Nm der Limousine einpendeln. Derart gerüstet hievt sich der Grüne in 5.7 Sekunden auf 100km/h und erst bei 261km/h muss er die Segel streichen. Als kleine Randnotiz vermerken wir, dass der Cayenne GTS trotz höherem Gewicht und schlechterer Aerodynamik weniger verbraucht als der Panamera GTS. 10.7 Liter/100km stehen 10.9 Litern gegenüber.

Ob es jetzt an der Start-Stop-Automatik liegt, oder der Schaltstrategie der Achtgang-Automatik (der Panamera vertraut auf ein Siebengang-PDK) ist egal – artgerecht bewegt werden die beiden NEFZ-Werte eher nur für 50 Kilometer reichen. Denn diese Art der Benutzung legt Porsche den Käufern der GTS-Modelle nah. Nicht umsonst verbaut man die aktive PASM-Dämpfung serienmäßig, legt das Fahrwerk eine handbreit tiefer und verkleidet die Karosserie mit den optisch lauteren Bauteilen des turbos.

„Zuerst dem Feind die Rübe abschlagen, und dann französische Gedichte rezitieren. So will auch der GTS sein. Man fährt morgens im Anzug zur Arbeit, und abends, bevor man wieder heim zu Frau und Kindern und Hund und Katz fährt, zieht man noch schnell den Race-Suit über, den Helm, knallt auf dem Rundkurs ein paar schnelle Runden hin.“ So schrieb unser Freund Peter Ruch über die Parallelen von Panamera GTS und Friedrich dem Großen.

Ob das auch für den grünen SUV gilt, können wir erst in ein paar Wochen sagen. Zu wünschen wäre es, dann könnte man den Hardlinern selbstbewusster gegenübertreten. Denn man hat die 90.774 EUR dann ja nicht nur wegen der mächtigen Optik ausgegeben…

Text: fm
Bilder: Werk

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