corporate design – der neue Seat Leon.

Unlängst wurden wir gefragt, ob wir eigentlich ein corporate-Magazin seien. Selbstverständlich haben wir vehement verneint, Fragen blieben trotzdem. Was schreiben wir da eigentlich? Das was uns gefällt. Ohne Vorgaben, ohne Zensur. Einfach so.


Es scheint tatsächlich so zu sein, als ob der Alte vieles richtig gemacht hat. Anders ist die Tatsache nicht zu erklären, dass wir hier wirklich auffällig oft Modelle aus dem Wolfsburger-Gemischtwarenladen besprechen. Und wenn wir schon einmal dabei sind, hier gleich die nächste corporate-News: der neue Seat Leon.

Nein, kein corporate-Magazin. Einfach wie es uns gefällt!

Ein Seat wie er schon immer hätte sein sollen. Denn so recht kamen die Spanier nie aus dem Schatten. Das ist jetzt vorbei. Nicht zuletzt, weil sich der Leon mit seinen LED-Scheinwerfern den Weg ins Licht zur Not selbst freileuchtet. Schick ist er. Kantig, kraftvoll und kompakt. Vorbei die Zeiten, in denen der Leon aufgeblasen und unsportlich gewirkt hat. Und das Ganze ist nicht nur Styling, auch unter dem Blech wurde kräftig aufgeräumt.

Die technische Basis bildet der MQB-Baukasten aus Wolfsburg, die schon im A3 beeindruckt hat. In Zahlen: 90kg weniger Gewicht, sechs Zentimeter längerer Radstand und modernste Triebwerke. Die Standard-motoren sind bekannt, erwähnenswert ist nur der neue 2.0 TDI in der Ausbaustufe mit 184PS. Dank der neuen Architektur konnte man endlich die 350Nm-Barriere überspringen und so geht es im stärksten Diesel mit 380Nm voran. Die Kraft geht dabei über die Vorderachse auf die Straße, geschaltet wird in sechs Gängen. Manuell oder direkt, aber das war auch zu erwarten.

Richtig dynamisch wird es erst über 150PS. Dem Rotstift sei Dank.

Überraschend hingegen die Hinterachskonstruktion. Wo die Modelle unterhalb von 150PS – also die große Mehrheit aller Leon – mit einer günstigen Verbund-lenkerhinterachse auskommen müssen, dürfen nur die Großen auf die Performance der Vierlenker-Konstruktion zurückgreifen. Hier zeigt sich der Rotstift deutlich und es wird spannend sein zu sehen, wie sich dieser Verzicht in der Praxis bemerkbar macht.

Im Innenraum gibt es derlei Unterscheidungen indes nicht, hier ist jeder Leon gleich. Zwar ist die Mittelkonsole kein Ausbund an gestalterischer Qualität, dafür stimmt die Ergonomie. Und das Design des Instrumentariums hinter dem Lenkrad entschädigt für die Langweile nebenan. Es scheint, als hätte man in Spanien erstmals auf denselben Teilecontainer wie die Ingolstädter-Konzernkollegen zugreifen dürfen. Denn Tachografik und Auflösung des farbigen Infodisplays sind schon sehr audi-esque.

Der Preis ist heiß. So heiß, dass man ihn uns noch nicht verraten hat.

Bleibt der Preis. Denn trotz aller Verbesserungen, die der neue Leon mitbringt, wird er sich nur über diesen verkaufen lassen. Zumal in den traditionellen Stamm-märkten der Spanier, die allesamt Not leiden in diesen Tagen. Aber Seat hält damit noch hinter dem Berg. Hoffentlich ist das kein schlechtes Zeichen. Wir würden schließlich in absehbarer Zeit gerne wieder über Seat schreiben.

Text: fm
Bilder: Seat

About these ads

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 172 Followern an

%d Bloggern gefällt das: