7:38 min – Der Nissan GT-R

7:38min, diese Zahl sagt mehr als jede Leistungskurve, jeder Drehmomentberg, jede Bremswertmessung. Die Nordschleife als Benchmark für sportliche Leistungsfähigkeit eines Autos. Wer hier gute Leistungen zeigt, ist auf der Landstraße über alle Zweifel erhaben.

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Nach akribischer Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit präsentiert Nissan das Auto, dass diese 7:38min zu leisten im Stande war.
Der GT-R. In seinem Herkunftsland gilt der Skyline schon seit langem als Legende und die jüngste Version findet nun als Linkslenker erstmals auch seinen Weg nach Europa und Nordamerika.

Intelligenter Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Bauweise, Brembo-Monobloc-Bremssättel, Leichtbau-Karosserie mit Aluminium- und Carbon-Teilen, ein cW-Wert von 0,27 und ein einstellbares Dämpfersetup sprechen eine deutliche Sprache.
Die 480PS und 583Nm des 3.8 Liter V6 Biturbo-Motors hätten aber auch gereicht um die Ernsthaftigkeit des Projekts zu signalisieren.

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Doch Nissan wollte nicht nur einen agilen und wettbewerbsfähigen Renner auf die Straße bringen, sondern einen Alltagssportwagen, der bei jedem Wetter und in jeder Situation leicht zu beherrschen ist. Das Doppelkupplungsgetriebe verfügt deshalb über eine Automatikfunktion, wie auch das Dämpfersetup eine Komforteinstellung birgt. Zusammen mit den großzügigen Platzverhältnissen im Innenraum, dem großen Kofferraum und nicht zuletzt dem Allradantrieb ist also ein Auto entstanden, mit dem es sich durchaus kommod in den Winterurlaub fahren lässt.
Dass man vor Ort nicht nur die Ski für den Wintersport nutzen kann ist dann ein angenehmer Nebeneffekt, denn ein paar Schalterstellungen später agiert der GT-R wieder als ausgewachsener Sportwagen. Seine ausgewogene Gewichtsverteilung zusammen mit dem drehmomentverteilenden Allradantrieb ermöglicht auch unter widrigsten Bedingungen faszinierendes Traktionsvermögen.

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In dieser Wandelfähigkeit sieht Nissan eine ganze Fahrzeuggattung geboren: ein Supersportwagen, der nicht mehr nur auf die Fähigkeiten eines talentierten Fahrers zugeschnitten ist, sondern einer, der von jedem Fahrer schnell und vor allem sicher bewegt werden kann. Kein kompromissloses Gerät in dem jede Unachtsamkeit im Dreher endet, sondern eine „ans-Limit-tast-Maschine“ mit der man jeden Abend ein paar Zehntel auf der Hausstrecke abfeilen kann.
Die Zeiten kann er sich dann auch noch am bordeigenen Computer anzeigen lassen, der neben den Beschleunigungskräften sämtliche Betriebszustandswerte wie Wasser- und Öltemperatur, Öldruck, Geschwindigkeit und genutzter Motorleistung darstellt. Die Anzeige sogar personalisierbar und zeugt vom High-Tech Anspruch des GT-R.

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Das die alte „one man – one engine“ Tradition auch bei der sonst so modernen und effizient-schlanken Produktion der Japaner beibehalten wird, wirkt in diesem technokratischen Umfeld beinahe unpassend.
Wenn aber die Führungsetage von Nissan mit den Worten „Der GT-R zeigt Nissans Begeisterung für das Automobil“ zitiert wird, kann man dieses Relikt gut verstehen.

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Nüchtern betrachtet aber bringt Nissan mit dem GT-R im Sommer ein Auto auf den Markt, dass mit einem geschätzten Kaufpreis von 80.000 EUR in Punkto Fahrleistungen und Alltagsnutzen praktisch konkurrenzlos ist, denn einen großen und alltagstauglichen 480 PS-Allradsportwagen hat die Konkurrenz (noch) nicht im Programm.

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