Dunkle Wolken – der neue Seat Ibiza

das überrascht: nur 5-Gänge
das ist gut: leichter, agiler
das weniger: der richtige Mut fehlt

Es ist nicht leicht für die Spanier. Das feurige Herz krankt schwer unter den niedrigen Zulassungszahlen. Um wieder Emotionen zwischen die plump-pausbäckigen Familienmodelle zu bringen kümmert sich nun Luc Donckerwolke um das Design der Spanier. Für Uneingeweihte: es handelt sich um den Schöpfer des Lamborghini Murciélago. Mit der Studie „Bocanegra“ zeigte er wohin die Reise gehen soll und die Fans lagen ihm zu Füßen.

Eine maskuline Front mit harten Kanten, riesigen Lufteinlässen und scharfen LED-Hauptscheinwerfern. An den Flanken zwei Lichtkanten, die die Spannung der Front auch auf das Heck übertragen und für einen kraftvollen Abschluss sorgen. Der mittige Auspuff und die angedeuteten Luftauslässe zeugen von den sportlichen Ambitionen der Spanier.
Dass das nun präsentierte Serienmodell nicht alle Details der Studie übernehmen konnte schien klar, aber zumindest den Maschendrahtgrill und eine LED-Leuchtengrafik hätte man ihm lassen können. Dennoch ist der neue Ibiza ein wohltuend erfrischender Entwurf im Vergleich zum ergrauten Polo oder den runden Modellen Corsa und Clio.

Die Technik des Ibiza ist neu, denn er darf exklusiv die neue Konzernplattform nutzen, die auch der neue Polo 2009 übernimmt. Das neue Chassis soll dank verbesserter Geometrie für mehr Stabilität, Fahrsicherheit und dennoch mehr Fahrfreude stehen. Zu diesem Zweck wurde auch die elektrohydraulische Servolenkung bewusst in ihrem Ansprechverhalten verbessert. Die Sicherheitstechnik bietet sowohl aktiv als auch passiv bekannte Systeme wie ESP, ABS und einer Vielzahl an Airbags.

Der Innenraum hält moderne USB, Aux-In und Bluetooth-Features bereit und soll dank neuer Luftausströmer eine besonders angenehme Klimatisierung ermöglichen. Auch eine Anschlussbuchse, die mobile Navigationsgeräte an die Leine nimmt ist im neuen Ibiza vorhanden. Weiterhin lässt er sich mit Goodies wie Berganfahrassistent oder Bi-Xenon-Kurvenlicht ausstatten.
Was den aktiven Fahrer am neuen Ibiza aber sicher am meisten reizen wird ist das Versprechen eines geringeren Gewichts. Die neue Plattform soll trotz gewachsener Abmessungen durch den Einsatz besonderer Stähle leichter und stabiler als die des Vorgängers sein. Für den entscheidenden Vortrieb sorgen aber letztendlich die Motoren, die aus dem Konzernbaukasten gut bekannt sind, so zum Beispiel die Benziner mit 70, 85 und 105PS (1.2, 1.4 und 1.6 Liter). Interessanterweise werden sie genau wie die drei Diesel (1.4 TDI 80PS, 1.9TDI mit 90 und 105PS) nur mit einem Fünfganggetriebe ausgestattet. Dies lässt darauf schließen, dass Seat auf das neue Doppelkupplungsgetriebe setzt, welches kurz nach Marktstart verfügbar sein wird. Trotz eines fehlenden sechsten Gangs zur Drehzahlsenkung sollen die Verbräuche reduziert worden sein und die Benziner unter 160g/km CO2 liegen, die Diesel gar unter 120g/km.
Der Ibiza geht in diesen Tagen in Europa auf eine große Roadshow und wird Ende Mai offiziell bei den Händlern stehen. Zu den Preisen gibt es noch keine Informationen. Es bleibt also spannend wie es mit Seat weitergeht, gerade im Hinblick auf den neuen Ford Fiesta, der auf die gleiche Klientel wie der Ibiza abzielt. Wir werden berichten…

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