Gruppenzwang – der neue Mazda MX5

Wer jemals in einem Mazda MX5 selbst Hand anlegen durfte, der ist begeistert. Knackige Schaltung, messerscharfe Lenkung, dazu ein drehgeiler Doppelnocker und eine knappe Kapuze, die mit einem Handgriff hinter den Sitzen verschwindet. Roadster pur.
Die aktuelle Version des japanischen Bestsellers war vor allem eins: rund.
Runde Radhäuser, runde Haube, runde Lufteinlässe, rundes Heck – der Kreis als perfekte Form. Dass nun der Familien-Designzwang aus dem smarten Roadster nun eine merkwürdig lachende Grimasse gemacht hat, kann man nicht ändern.


Doch die findigen Antriebsingenieure des MX5 haben dem Facelift auch wirklich nützliche Neuerungen mitgegeben.
Da wäre zuerst der Motor, 2.0 Liter Hubraum verteilt auf Vierzylinder standen dem MX5 gut zu Gesicht, vor allem, weil die 160PS mit dem geringen Gewicht leichtes Spiel hatten. Doch Fortschritt ist nicht aufzuhalten und so fanden eine geschmiedete Kurbelwelle, optimierte Kolben und leichtere Ventilfedern ihren Weg in den Topmotor. Das Ergebnis ist zwar offiziell keine erhöhte Leistung, aber eine Drehzahlerhöhung von 7000 U/min auf 7500 U/min. Halleluja!


Damit es auch richtig schön rockt bei aller Drehzahlgier installierte man gleich noch ein
Induction Sound Enhancer genanntes System, dass man mit einem Rohr erklären kann, was den Ansaugsound von der Drosselklappe direkt in den Innenraum leitet. Das neue BOSE®-Soundsystem wird diesem Spektakel wohl wenig entgegen zu setzen haben, obwohl es mit neuem Equalizer und satter Verstärkerleistung zu den besseren seiner Sorte gehört.
Aber Weichspül-Extras haben im MX5 keinen Platz, das zeigt auch das neue Getriebe. Nein, hier gibt es keinen Overdrive-Gang um Drehzahl und Verbrauch zu senken, hier regiert einzig und allein der Wille gnadenloser Performance. Die Synchronkörper der Gänge eins bis vier wurden mit dem High-Tech-Material Carbon beschichtet um bei der Jagd nach dem letzten Beschleunigungszehntel nicht für unschöne Kratzgeräusche zu sorgen, zudem wurden die Dimensionen der Synchroneinrichtungen der gestiegenen Drehzahl des Motors angepasst.
Vergessen wir also die unglücklich aufgefrischte Front und freuen uns dafür umso mehr am hemmungslosen Drehzahlorgeln. Vollgas!



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