tiefer, schneller, breiter – der 9ff GT9 evo

Die groteske Tempolimitdebatte ist vom Tisch, Finanzkrise und Rezession machen den Politikern genug zu schaffen. Hiobsbotschaften wie Bürgschaftsanfragen von Opel verbreiten Panik und lassen alle Experten in große Sorge um den deutschen Automobilmarkt verfallen. In diesem Umfeld ist tatsächlich kein Platz für selbstdarstellende Alleingänge einiger Umweltjünger…

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Einem wie Jan Fatthauer kann dieser Umstand nur recht sein. Der Gründer von 9ff kümmert sich um die maximale Performance der Porsche 911 Modelle. Der Kundenstamm bleibt in diesen Preisregionen von der Krise weitgehend unberührt und so präsentieren die Dortmunder ein Modell nach dem anderen. Die Krönung des Programms war bisher der 9ff GT9. Erstmals wurde das komplette Chassis selbst entworfen, mit einem Serien-911 hat der GT9 kaum mehr als die Scheinwerfer gemeinsam.

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Tief und breit kauert der Highspeed-Bolide auf der Straße, aerodynamisch konsequent auch Hochgeschwindigkeits-Stabilität ausgelegt. Ein auf vier Liter Hubraum vergrößerter Boxer darf sich an allem erfreuen was gut und teuer ist: Titanpleuel und Ventile, hochfester Schmiedekolben, aufwändiger Wasserkühlung für Motor und Ladeluft und zweier mächtiger Turbolader. Das Ergebnis der Mühen sind 987 standfeste PS und 964Nm Drehmoment. Bei einem Gewicht von fahrfertig 1326kg ermöglicht der GT9 Beschleunigungswerte von 8.7 Sekunden. Auf 200km/h! Bis 300 benötigt er nur 7.4 Sekunden mehr.

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Die von Fatthauer persönlich gefahrenen 409km/h Vmax sind der Lohn für die große Entwicklungsmühe und stellt derzeit der Rekord für Serienfahrzeuge in Europa dar. Serienfahrzeug kann man in diesem Zusammenhang durchaus wörtlich nehmen, denn die erste Serie der GT9 Baureihe ist mit 15 Fahrzeugen bereits restlos ausverkauft. Bei einem Stückpreis von 592.620 EUR im Vergleich zum Hauptkonkurrent Bugatti Veyron kann der GT9 sogar als Schnäppchen durchgehen.
Doch der Bugatti bleibt ein starker Gegner, denn er ist bereits in der GT-Version mit 1350PS angekündigt. Um dagegen anzukommen haben die 9ff-Männer nun den „evo“ vorgestellt.

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Optimierungen an Heckspoiler und Unterboden verbessern die Stabilität, ein vor die Hinterräder verlegter Auspuff entlastet den Temperaturhaushalt im Motorraum und neue Turbolader in Kombination mit weiterem Feinschliff an Zylinderkopf und Motorsteuerung entlocken dem GT9 evo nun 1120PS und 1050Nm. Rechnerisch sind das genug um 420km/h Spitzengeschwindigkeit zu erreichen, doch Fatthauer rechnet realistisch mit 414km/h.

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Etwas weniger wird der GT9R erreichen. Konsequent als Rennwagen ausgelegt spielt er seine Stärken nicht nur auf der Geraden aus, sondern soll auch in kurvigem Terrain den Gegner zeigen wo der Hammer hängt. Ein durchdacht abgestimmtes Gewindefahrwerk kombiniert mit leichten Felgen und Sportbereifung zielt auf die Eroberung der Rennstrecke. Eine großzügig dimensionierte Bremsanlage und vergrößerte Kühllufteinlässe sorgen für ausreichende Kühlung in jeder Situation.

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Zu welchen Preisen der evo und der R auf den Markt kommen steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass die neuen GT9 nicht nur das Zeug für den Geschwindigkeitsrekord haben, sondern auch die aktuellen 7.2x Zeiten auf der Nordschleife unterbieten können.
Wir dürfen gespannt sein!

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