Evolutionstheorie – Porsche Mittelmotor Modellpflege

Das mit der Evolution scheint zu funktionieren. Egal ob Grippevirus oder Porsche 911, die neueste Generation ist immer die Beste.

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Die Modellpflege des 997 kann als Paradebeispiel dafür durchgehen, denn gegen Corvette, R8 und Co ist der Elfer nun wieder der Chef im Ring. Doch was ist mit den Kleinen? Boxster und Cayman haben es schwer mit der neuen Konkurrenz: Audi bringt den TT RS, Nissan den 370Z, BMW lanciert eine neues, geschärftes Z4-Modell und AMG haut mit dem SLK Black Series mächtig auf die Pauke.
Die Antwort aus Zuffenhausen hat es in sich: mehr Leistung, mehr Speed, mehr Styling und weniger Verbrauch. Das sitzt!

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Im Maschinenraum hat sich bei den Mittelmotor-Sportlern einiges geändert, so darf der Basisboxer nun aus 2.9 Litern Hubraum seine Leistung schöpfen und dankt diesen Umstand mit 255PS im Boxster und sogar 265PS im Cayman. Im S-Modell hingegen fallen die Änderungen gravierender aus. Zwar bleibt der Hubraum mit 3.4 Litern unverändert, jedoch wird der Kraftstoff nun wie im 911 direkt eingespritzt. Das bessere Gemisch sorgt für mehr Leistung. 15PS springen beim Boxster S hinaus, beim Cayman S sind es sogar 25PS (310PS, bzw. 320PS).

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Den neuen Motoren stehen auch durchweg neue Getriebe zur Seite. Die manuelle Übersetzung besorgt nun erstmals in allen Modellen ein Sechsganggetriebe, was vor allem für die kleinen Basisboxer ein Segen ist. Viel interessanter ist aber die Einführung des Porsche Doppelkupplungsgetriebes PDK. In allen Modellen ist das innovative Getriebe verfügbar und die Leistungsdaten sprechen eine eindeutige Sprache. Nicht nur, dass es nun keine Zugkraftunterbrechung mehr gibt, das PDK sorgt mit dem 2.9 Liter Boxer sogar für einen Verbrauch unter 9 Litern auf 100km. Die S-Version schafft mit dem neuen Getriebe 9.2 Liter und ist damit 16 Prozent sparsamer als der Vorgänger.
In Kombination mit dem Sport Chrono Paket sprintet der Cayman S so in 4.9 Sekunden auf 100 und macht so manchem lauwarm gefahrenen 911 das Leben schwer.

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Auch in Bezug auf die Optik haben die Boxster/Cayman-Modelle deutlich gewonnen. Die Front erinnert mit den BiXenon-Scheinwerfern an das vergangene Topmodell Carrera GT und das optionale Lichtpaket sorgt für hippe LED-Tagfahrleuchten. Die Lufteinlässe vorne sind sowohl beim Roadster, als auch beim Coupé etwas schärfer gezeichnet und geben der Front einen erwachseneren Eindruck. Die Schokoladenseite ist aber das Heck, denn die neuen LED-Heckleuchten lassen den Mittelmotorhintern kraftvoller und schlüssiger wirken, als es beim Vorgänger der Fall war. Auch die Endrohre sind nun endlich ordentlich rund und teilen sich den krönenden Abschluss mit dem vergrößerten Diffusor.

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Alles gut also? Sicher, denn auch bei Fahrwerk und Bremse haben die Porsche-Jungs nachgelegt. Feinschliff an den Dämpfern und neue Kennlinien des Lenkgetriebes erhöhen sowohl Agilität, als auch Lenkkräfte. Die neueste PSM-Generation verfügt über jede Menge interessanter Details, die der ambitionierte Sportfahrer nie kennen lernen wird, denn er wird die elektronische Fußfessel meist abgeschaltet lassen. Interessanter ist da eher die neue Rädergeneration, die durch eine 0.5 Zoll Erhöhung der Breite nun auch bei den Basismodellen die Unterbringung der großen S-Bremsanlage möglich macht.

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Im Innenraum hat sich nicht viel geändert. Das neue Navigations-Multimedia System PCM mit 6.5 Zoll Touchscreen Monitor ist ebenso aus dem 911 bekannt, wie das etwas unglücklich gezeichnete PDK-Lenkrad. iPod-Connectivity und Sitzbelüftung sind nun auch in den Mittelmotor-Sportlern erhältlich, aber selbstverständlich nur gegen Aufpreis.
Für 46.142 EUR kann man Zeuge der funktionierenden Evolution werden, denn soviel ruft Porsche ab Februar 2009 für den Basis-Boxster auf. 49.831 EUR werden für den Cayman fällig und die großen Modelle Boxster S und Cayman S schlagen mit 55.781EUR, bzw. 61.493EUR zu Buche.


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