Die Tage sind gezählt – das neue Mini Cabrio

Was braucht man mitten im Winter und in der Wirtschaftskrise? Ein dickes Fell? Weit gefehlt… Ein Mini Cabrio – zumindest wenn man der Marketing-Abteilung glauben mag.
Zwei Jahre nach Einführung des aktuellen Modells stellen die Münchner den geschlossenen Varianten nun endlich wieder ein Cabrio zur Seite.

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Die Hardfacts lesen sich erstmal sehr positiv: deutlich verbesserte Verarbeitungsqualität. Das zieht, denn die lausige Klapperei im Innenraum des Vorgängers war dem Premiumanspruch nicht ansatzweise gerecht. Das Fahrwerk ist agiler und soll dennoch die nervige Hoppelei der alten Baureihe ausgemerzt haben. Auch bei den Motoren ist das neue Cabrio dem Alten deutlich überlegen und greift wie die Coupé/Clubman-Varianten auf die 1.6 Liter Vierzylinder zurück, die in Zusammenarbeit mit Peugeot entwickelt wurden.

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Im 22.500 EUR teuren Cooper Cabrio arbeitet er als Sauger mit 120PS und dank EfficientDynamics-Zutaten stößt er 23% weniger CO2 aus, als sein Vorgänger. Auf ein ähnliches Einsparpotenzial kann auch der 26.500 EUR teure Cooper S mit seinem Twinscroll-Turbolader stolz sein, denn sein 175PS-Aggregat soll gerade bei schärferer Fahrweise deutlich weniger Verbraucher als der Kompressormotor der alten Baureihe.
Das wesentlichste Merkmal des neuen Mini Cabrio ist aber das Verdeck.

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Die geschlossene Form sorgt zwar immer noch für starke Meinungsunterschiede, doch vor allem der Überollmechanismus hat optisch stark gewonnen. Das alte Mini Cabrio musste in geöffnetem Zustand immer mit diesem Höcker-Schandfleck durch die Gegen flanieren, wo im neuen ein verchromter Bügel ausreicht, der im (Un-)Falle nach oben schnellt, um die Köpfe der Insassen zu schützen.

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Auch die auftragenden Scharniere der Heckklappe sind beim neuen Modell verschwunden und sorgen für ein runderes Gesamtbild der Heckpartie.
Zählt man nun noch die umklappbare Rückbank auf, oder das bis 30km/h Geschwindigkeit zu öffnende Verdeck, ist man auch schon am Ende der Neuigkeiten am Mini Cabrio. Im Innenraum mit seinen riesigen Instrumenten und seinen etwas blass wirkenden Kunststoffflächen ist höchstens der neue Always Open Timer erwähnenswert, der neben dem Drehzahlmesser die Stunden des Offenfahrens mitzählt.

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Ein netter Gag, der leider aufpreispflichtig ist – und hier liegt auch das größte Problem des Mini Cabrios: nett ausgestattet mit dem richtigen Motor ist es einfach zu teuer für ein kleines, lustig zu fahrendes Spaßmobil.

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