Vier gewinnt – das 24h-Rennen Nürburgring 2009

Der Porsche 911 GT3 RSR mit der Startnummer 1 steht auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Treppchen und doch war das Rennen ungleich härter, als in den Jahren davor.

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Aus Ingolstadt kam die stärkste Konkurrenz für den Ring-Dominator Manthey Racing, denn Audi brachte mit Phoenix Racing und der Abt Sportsline gleich vier brandneue Audi R8 LMS an den Start. Das beide Teams mächtig Unterstützung vom Werk bekamen war deutlich spürbar, denn Telemetrie und Datalogging auf Formel 1-Nievau, samt dem dazugehörigen Ingenieurs-Rudel konnte keiner der Konkurrenten aufbieten.

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Doch neben der Audi-Truppe gab es in diesem Jahr auch weitere starke Konkurrenten, wie zum Beispiel der Ford GT, den das Raeder-Motorsport-Team nach dem Brand ihres Lamborghini Gallardo praktisch aus dem Ärmel geschüttelt hatte. Auch die Lexus-Mannschaft baute das Engagement Ihres zukünftigen Supersportler LF-A aus und brachte gleich zwei Fahrzeuge dieses Typs an den Start.

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Exoten wie das Dodge Viper Performance Coupé von Vulkan-Racing und die Corvette C6 von Kissling Motorsport schickten sich zudem an die Spitze unter Druck zu setzen.

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Im Training sorgte der Raeder-Ford dann gleich für Aufsehen, als er sich vor dem Manthey-RSR und den R8-Geschwader die Pole-Position sicherte.

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Dieser gelungene Auftakt sorfte auch für Hochspannung auf den ersten Rennrunden. Sofort nach dem Start setzten sich der Ford und der Mathey-RSR von den Audi ab und lieferten sich rundenlang ein packendes Duell, dessen Tempo für ein beginnendes 24h-Rennen atemberaubend war. Als der führende Ford dann bei einer Überrundung aufs Gras kam und sich auf Grund dessen aus voller Geschwindigkeit drehte rutschte nicht nur dem Raeder-Team das Herz in die Hose, denn die Fans bejubelten das grandiose Duell der beiden führenden von Beginn an lautstark.

2003
Der glimpflich ausgegangene Dreher kostete den Raeder-Ford zwar die Führung, doch das Rennen konnte für den Osram-Renner weitergehen. An der Spitze nahm der Manthey-Porsche dann etwas das Gas raus, um das Material nicht über Gebühr zu strapazieren.

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Doch lange blieb es nicht ruhig an der Spitze, denn der Bilstein-Audi mit der Startnummer 99 rückte näher und näher und sorgte für ein heißes Duell in der Nacht. Ingsgesamt wechselte die Führung im Verlauf des Rennens 23 Mal.

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Dass es am Schluss für den Manthey-RSR zum Sieg reichte lag vor allem an der sensationellen Zuverlässigkeit des Rennwagens aus Weissach. Kein mechanisches Problem gab es im Laufe der 24 Stunden zu beklagen – ein beeindruckendes Zeugnis für die Ingenieure von Porsche. Der Konkurrenz aus Ingolstadt würde eben jene Zuverlässigkeit zum Verhängnis: zu oft mussten die R8 LMS mit Problemen an die Box. Vor allem bei der Kraftübertragung haperte es. Die Getriebe waren den Belastungen der 24h-Tortur nicht gewachsen und so musste der Bilstein-R8 am Sonntagmorgen in Führung liegend an die Box geschleppt werden. Doch neben den Getriebepannen haperte es auch an Kleinigkeiten wie Servopumpen, etc.

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Auch die anderen Konkurrenten hatten Probleme: der Raeder-Ford konnte sich nach seinem Dreher wieder mühevoll an die Spitze heranarbeiten, doch die Ölpumpe des mächtigen Roush-V8 versagte im Kampf gegen die grüne Hölle und so musste die sympathische Mannschaft mangels Öldruck mit einem Motorschaden aufgeben.

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Der zweite tragische Held wurde die Vulkan-Viper, die sich nach diversen kleinen Problemen wie einem geplatzten Kupplungsschlauch achtbar durchs Rennen schlug und kurz vor Schluss in einen unglücklichen Unfall verwickelt wurde. Nach einem Dreher der Viper konnte der Pilot des Wochenspiegel-Porsche nicht ausweichen und schlug derart in der Viper ein, dass für beide Fahrzeuge das Rennen kurz vor Schluss beendet war.

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Die restliche Spitzengruppe liest sich wie in den Jahren zuvor: ein Rudel 911, dazu ein BMW Z4 M Coupé und sogar zwei VW Scriocco schafften es wieder in die Top 20. Die Porsche-Pilotin Sabine Schmitz betonte in einem Interview nach dem Rennen, dass es Ihr „entspanntestes 24h-Rennen überhaupt“ gewesen sein.

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Dieser Kommentar passt gut zum Gesamteindruck des Rennens. Bei bestem Wetter gab es weder schlimme Unfälle zu beklagen, noch sonstige besondere Vorkommnisse. Die Konkurrenz wird immer stärker und professioneller und am Ende gewinnt doch der Porsche. Vielleicht kann Erfolg auf der Nordschleife doch nicht einfach kaufen, sondern muss Ihn sich langsam und vor allem mühsam erarbeiten.

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Die Top-5 des 24h-Rennens 2009:

Platz 1:

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Manthey Racing GmbH Porsche 911 GT3 RSR
155 Runden, 24:05:01.412 Fahrzeit, schnellste Runde: 8:36.768

Fahrer:
Bernhard Timo, Lieb Marc, Dumas Romain, Tiemann Marcel


Platz 2:

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Team Abt Sportsline Abt Audi R8 LMS
154 Runden, 24:01:50.529, schnellste Runde 8:42.163

Fahrer:
Abt Christian, Hemroulle Jean-Francois, Kaffer Pierre, Luhr Lucas


Platz 3:

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Manthey Racing GmbH Porsche 911 GT3 Cup S
152 Runden, 24:08:27.446 Fahrzeit, schnellste Runde 8:38.772

Fahrer:
Collard Emmanuel, Henzler Wolf, Lietz Richard, Werner Dirk

Platz 4:

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Uwe Alzen Automotive Porsche 997 GT3 Cup
150 Runden, 24:02:07.807 Fahrzeit, schnellste Runde 8:56.207

Fahrer:
Alzen Uwe, Bert Sascha, Arnold Lance David, Mies Christopher

Platz 5:

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Phoenix Racing Audi R8 LMS
149 Runden, 24:01:50.600 Fahrzeit, schnellste Runde 8:40.717

Fahrer:
Basseng Marc, Fässler Marcel, Rockenfeller Mike, Stippler Frank

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