Die neue Ära – der neue Porsche 911 turbo

35 Jahre ist er nun im Programm: der Turbo. Das sagenumwobene Fahrverhalten von einst hat er ebenso abgelegt wie die mächtigen Backen und den prächtigen Heckspoiler. Geblieben ist die Kraft der Zwangsbeatmung und die kultivierte Form einen schnellen Porsche zu fahren.

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Doch zum neuen Modelljahr 2010 wird alles etwas anders. Nicht nur, dass Porsche demnächst unter dem Dach der Wolfsburger wirtschaften muss, auch der Turbo muss sein Herz lassen.

Das luftgekühlte Erbe hat nun tatsächlich ausgedient: Im neuen Turbo rotiert keine 76.4er Kurbelwelle mehr und auch die 100mm Kolben dürfen nicht mehr im seligen, aus GT1-Zeiten stammenden, Kurbelgehäuse auf und ab rasen.

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Der neue 911 turbo bekommt tatsächlich das erste Mal in seiner Geschichte ein komplett neu entwickeltes Aggregat. Die Basis bildet die Motorenbaureihe der neuen Direkteinspritzer-Generation. Sie ist so stabil, das endlich auch die zwangsbeatmeten Versionen darauf aufbauen können.

Die neue Konstruktion bietet gerade in Sachen Steifigkeit und Materialauswahl große Vorteile. Eine komplett neu entworfene Kurbelwelle mit 77.5mm Hub sorgt im Zusammenspiel mit 102mm-Rennsportkolben für 3.8 Liter Hubraum. Die Direkteinspritzung hat der Turbo von seinen Saugerbrüdern übernommen und die Turbolader mit variabler Turbinengeometrie übernimmt er von seinem Vorgänger.

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Das neue Aggregat leistet 500PS und beschleunigt den Turbo in Kombination mit dem bekannten 7-Gang-PDK-Getriebe (erstmals im Turbo) in 3.4 Sekunden von 0 auf 100km/h. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 312km/h und trotz aller neuen Leistungsrekorde verbraucht der neue Turbo mit 11.4 Litern im Schnitt 18 Prozent weniger als der schwächere Vorgänger. Natürlich ist der Turbo auch in der Abgasbehandlung wieder Klassenmaßstab und erfüllt die EU5-Norm.

Doch die Modellpflege betrifft nicht nur den Motor und das Getriebe, auch die Optik des Turbo wurde an die Brüder angepasst und so trägt nun auch das Topmodell die aktuelle Leuchtengrafik mit Bixenon-Scheinwerfern und LED-Rückleuchten. Im Innenraum gibt es ein neues Sportlenkrad mit feststehenden Schaltpaddles, nachdem die Kunden ihren Unmut über die bisherige „Drücktasten-Mimik“ kundtaten.

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Wirklich erwähnenswert ist neben diesen optischen Retuschen aber vor allem die neue Fahrdynamik. Der Allradantrieb wurde deutlich modifiziert und auf Wunsch kann der Turbo-Kunde nun erstmals auch bei Porsche „torque vectoring“ bestellen. Dieses System ermöglicht eine bedarfsgerechte Momentenverteilung innerhalb einer Achse und ermöglicht so eine Art „active oversteer“, die dem Eingriff des Stabilitätsprogramms vorausgeht und durch eine gezielte Beschleunigung des jeweiligen Hinterrades die Stabilität des Fahrzeuges sicherstellt ohne dieses abzubremsen.

Marktstart des neuen 911 Turbo ist am 21. November und die Premiere feiert er einige Wochen zuvor auf der IAA in Frankfurt, die vom 17. bis zum 27. Semptember geöffnet ist. Die Preise bewegen sich mit 145.871 EUR für das Coupé und 157.057 EUR für das Cabrio leicht über dem Niveau des Vorgängers.

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