the difference between men and boys – BMW M3 GTS

fm. Nein, einen CSL gibt es nicht mehr. Die Verantwortlichen in München wurden nicht müde dies zu behaupten. Der aktuelle M3 sei mit Leichtbaumaßnahmen wie einem Carbonfaserdach und speziellen Karosserieteilen leicht genug und mit seinem adaptiven Fahrwerk auch schnell genug um eine CSL-Variante überflüssig zu machen.

Doch nun, wo die Tage kürzer, das Wetter schlechter, das Profil gröber und die Nordschleife immer seltener geöffnet wird schiebt BMW Motorsport ein Auto an den Start, das die Fans weltweit bis zum Frühjahr auf die Knie fallen lässt:

Den M3 GTS.

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Wenn die Lücke zwischen M3 und CSL zu klein wäre dann hilft nur die Flucht nach vorne. Stellen sie sich den GTS vor wie einen normalen M3 – nur in der FSK18-Version.

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Zuerst fällt natürlich die Farbe auf, Inka-Orange. Eine Hommage an die Batmobil- und Jägermeister-Zeiten und herrlich selbstbewusst. Das kann der GTS auch sein, denn hat sich der Blick vom farbenfrohen Lack auf den Unterbau gerichtet werden die Unterschiede zum M3 sichtbar: schwarze 19-Zoll Felgen, die von BBS im aufwändigen flow-form Schmiedeverfahren produziert werden um einerseits extrem leicht zu sein, anderseits extrem stabil. Hinter den filigranen Speichen füllt eine mächtige Bremsanlage den Platz aus und auch hier hat die BMW Motorsport nichts anbrennen lassen. Feinste Brembo-Rennsport-Zutaten gibt es für den GTS. Ein Sechskolben-Festasattel beißt an der Vorderachse in 365mm große Verbundbremsscheiben, hinten genügt ein Vierkolbensattel für 345mm-Scheiben.

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Auch das Fahrwerk ist auf Clubsport getrimmt. Die adaptive Dämpferregelung EDC musste genauso weichen, wie die komfortable Lagerung der Hinterachslenker. Hier wird alles spielfrei mit der Karosserie verbunden und das Gewindefahrwerk ist nicht nur in der Höhe einstellbar, sondern auch getrennt in Zug- und Druckstufe. Tastendrücken bleibt eben etwas für die Playstation-Generation, erst der Hakenschlüssel macht richtig schnell.

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Wer auch einen Satz Inbus-Schlüssel in seiner Werkzeugkiste findet der kann auch gleich die mächtigen Spoiler der GTS auf die Gegenheiten der Rennstrecke anpassen. Auf dem Kofferraumdeckel findet sich das Leitwerk aus der WTCC Tourenwagen-Meisterschaft und die Frontschürze des normalen M3 wurde mittels großem Splitter zu mehr Abtrieb erzogen.

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Im Innenraum hingegen gibt es nicht mehr soviel zu verstellen wie in der Serienversion. Keine Klimaanlage, kein Radio, keine Navigation und keine Rücksitzbank. Dafür gibt es einen soliden (orange-lackierten) Überollbügel, der auch die Aufnahme für die Sechspunkt-Gurte bildet. Wer sich damit in den leichten Schalensitze festgezurrt hat wird den fehlenden Komfort kaum vermissen, denn BMW hat der GTS nicht nur sportlicher gemacht, sondern auch schneller.

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Die Gewichtsersparnis ging neben dem Komfort auch bei bekannten Dingen wie Makrolon-Scheiben, leichterer Dämmung und reduzierten Verkleidungsteilen weiter. 150kg sollen das Ergebnis der Mühen sein und mit 1490kg ist der GTS nur unwesentlich schwerer als der Konkurrent GT3 RS aus Stuttgart.

Mit 456PS hat der GTS sogar eine Idee mehr Motorleistung. Der bekannte S65-Motor wurde um 0.4 Liter vergrößert und mit einer „state-of-the-art“-Auspuffanlage versehen. Dank exakt berechneter Fächerkrümmer, Crossover-Rohren und 200 Zellen-Metallkatalysatoren sorgt die Titananlage nicht nur für Leistung und einen guten Ton, sondern auch für weniger Gewicht.

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Die Kraftübertragung übernimmt das aus dem M3 bekannten Doppelkupplungsgetriebe, eine Handschalterversion wird im GTS nicht angeboten. Derart gerüstet soll der M3 GTS nicht nur zu besseren Fahrleistungen befähigt sein, sondern auch die Nordschleife in 7:40 Minuten umrunden, was ganze 10 Sekunden unter der Semislick-bereiften E46 CSL liegen würde und nur knapp über der Zeit der Konkurrenz aus Stuttgart.

Bleibt der Preis. 1,3 Millionen Euro kostet der in Handarbeit bei BMW Motorsport montierte GTS, der per Einzelabnahme für den deutschen Straßenverkehr zugelassen wird.

Nein, natürlich nicht. Für 115.000 Euro kann man ab 2010 die Rennstrecken der Welt unter die Räder nehmen, wobei der GTS tatsächlich in Handarbeit bei BMW Motorsport entsteht und per Einzelabnahme zugelassen wird.

Bilder: BMW Motorsport

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