Tarnen und täuschen – der Honda CR-Z Hybrid

Ein kompaktes, günstiges und schickes Sportcoupé sollte er sein – der Honda CRX. Dass das japanische Modell ein Erfolg wurde verdankte er nicht nur den drei erwähnten Tugenden, sondern vor allem der Tatsache, dass er nicht nur gut aussah, sondern bei überschaubaren Kosten mehr Fahrspaß als die Konkurrenz bot.

Nun hat Honda in Detroit nach über einem Jahrzehnt wieder einen CRX-Nachfolger im Programm. CR-Z ist sein Name und das Äußere gefällt wie bei den Alten: aggressive Front, kräftig ansteigende Seitenlinie und ein hohes knackiges Heck. Die europäische Version wird zudem mit Tagfahrlicht-LEDs die sportlichen Ambitionen unterstreichen.

Einzig das Hybrid-Logo am Heck lässt den Traum jäh zerplatzen, denn damit haben die Fans tatsächlich nicht gerechnet. Unter der Haube des neuen CR-Z verrichtet nämlich kein rotglühendes 1.6-Liter-VTEC-Herz seinen Dienst, sondern ein handzahmer 1.5-Liter-IMA-Benziner, dem ein 14 PS Elektromotor zur Seite steht.


124 PS und 174 Nm sind die nackten Zahlen, doch auch wenn das Drehmoment schon bei 1500 Touren anliegt und Honda weniger als 5 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer verspricht, lastet der Hybrid-Antrieb schwer auf der Sportfahrerseele. Der Kofferraum voller Lithium-Ionen-Akkus tut sein übriges.


Immerhin haben die Japaner dem CR-Z als erstem Hybrid überhaupt eine manuelle Schaltung mit auf den Weg gegeben – damit wenigstens ein Hauch von Selbstbestimmung noch beim Fahrer bleibt. Ganz Playstation- und Konkurrenz-like kann er überdies während der Fahrt drei Stufen der Fahrdynamikregelung auswählen und mit den Programmen Sport, Normal und ECON Gasannahme, Lenkung, Leerlaufabschaltung, Klimasteuerung, sowie die Unterstützung durch das Hybridsystem variieren.


Damit der CR-Z trotz Hybrid-Handicap fahrdynamisch an die Vorfahren herankommt, haben die Ingenieure die von Insight übernommene Plattform durch Leichtbau-Federbeine aus geschmiedetem Aluminium ersetzt und so Gewicht gespart, Steifigkeit gewonnen und damit die Performance gesteigert.


Im Cockpit gibt es nicht viel Neues für Honda-Kenner, einzig die Infotainment-Einheit schmückt sich nun mit 3D-Animationen und soll leichter zu bedienen sein. Die Markteinführung des kleinen Sport-Hybriden soll gegen Mitte des Jahres erfolgen, bei den Preisen hält man sich aber noch bedeckt.

Das ist vielleicht auch besser so, denn sonst verdirbt man den Fans schon zu früh den Appetit auf dieses als saftiges Steak getarntes Tofu-Würstchen…

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