Der Antihybrid – Porsche 911 GT3 R

Der Porsche 911, kaum ein anderes Fahrzeug steht wie die Ikone aus Zuffenhausen für sportliche Fortbewegung auf vier Rädern. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch über die Jahre hat sich der 911er in den Augen der Gusseisernen von der reinen Lehre entfernt.


Automatisch abblendende Spiegel, belüftbare Sitze, dynamisches Kurvenlicht, Multimediasysteme, Parkassistent, Lenkradheizung und TV-Empfang sind da nur die Spitze des Individualisierungseisberges. Gerne kann man auch den Gegenwert von mehreren Golf GTI in lackierte Zierleisten, belederte Subwooferausgangsöffnungen oder Carbon-belegte Griffschalen investieren.


Von Zeit zu Zeit müssen die Stuttgarter deshalb ein Denkmal auf den Markt bringen, dem die Fans der Fahrdynamik zu Füßen liegen können. Auf der Racing Car Show Autosport International in Birmingham war es dann letzte Woche wieder so weit.


Der Porsche 911 GT3 R. Die Essenz einer über 40 Jahre alten Idee – nicht gebaut um die Welt zu retten, sondern um sie zu gewinnen.


Als Ersatz für den GT3 Cup S entspricht der neue GT3 R dem FIA GT3-Reglement und basiert auf dem bereits zur IAA 2009 vorgestellten GT3 Cup. Beide Modelle vertrauen auf das breite Karosserie-Rückgrat des Serienmodells GT3 RS, jedoch darf der R noch eine Schippe drauflegen.

Die im Vergleich zum Cup S nochmals gesteigerte Spurweite machte mächtige Radhausverbreiterungen nötig, vor allem aber soll die neue Geometrie in Zusammenarbeit mit dem Sachs-Fahrwerk, verbesserter Aerodynamik und ABS wie Traktionskontrolle für eine drastisch verbesserte Fahrbarkeit sorgen.


Das klingt vernünftig, denn schließlich ist die Kundschaft, die sich den netto 279.000 EUR teuren Sportwagen leisten kann, meist nicht mit Wildlederlenkrad- und Hacke-Spitze-Artistikfähigkeiten auf die Welt gekommen.

Der von 3.8 auf glatte 4 Liter Hubraum vergrößerte Boxermotor dürfte ebenfalls für Freude bei den Fahrern sorgen, denn mit seinen 480PS bietet er 30PS mehr als das Cup-Modell. Geschaltet wird im neuen R mit einem sequentiellen Sechsganggetriebe, das über eine elektronische Zwischengasfunktion verfügt.


Dass sich der Aufwand für das neue 1200kg schwere Modell gelohnt habt zeigt die Aussage vom Vertriebsleiter Motorsport, Uwe Brettel, denn das Kontingent an GT3 R für 2010 sei bereits wenige Tage nach der Präsentation fast vollständig ausverkauft.

Wir freuen uns auf spannende Rennwochenenden in 2010, bei denen sich der GT3 R mit den Motorsportablegern von Ferrari F430, Audi R8 V10 und BMW M3 duellieren wird und man sich für ein paar Stunden über Hybride und zero-emissions keine Gedanken machen muss.

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