engineers dream – der Lexus 4.8 Liter V10

Schon einmal haben wir über den ersten Supersportler von Lexus sinniert, doch nun geben wir uns noch einmal dem Reiz des heißen V10-Triebwerks hin. Denn Lexus hat wohl noch mehr damit vor, als es nach 500 LF-A-Einheiten in den Ruhestand zu schicken.


412kW und 560PS ringen uns derzeit nicht unbedingt höchsten Respekt ab und auch 480Nm sind nichts, was ein 2.2-Liter Mercedes-Diesel nicht übertreffen würde. 9000 Umdrehungen Maximaldrehzahl hingegen sind eine Hausnummer. Vor allem für einen Hersteller der sich mit Hybrid Synergy Drive und einer auch sonst recht grünen Modellpalette schmückt.


Frei ansaugende 4.8 Liter Hubraum, zweistufiges Ansauganlage, individuell ansteuerbare Einzeldrosselklappen, variable Ventilsteuerung VVT-i, doppelte Ventilfedern mit geringerer Massenträgheit, Titanventile, SiC-beschichtete Leichtbau-Schlepphebel mit integrierten Ölspritzdüsen, geschmiedete Kolben mit 12:1er Verdichtung, Titanpleuel, Leichtbaukurbelwelle, Pumpverlust-optimierte Zylindermulden im Kurbelgehäuse, Fächerkrümmer mit gleichlangen Rohren, Trockensumpfschmierung und zu guter Letzt ein Einmassenschwungrad.


Mehr Worte bedarf dieses Triebwerk eigentlich nicht. Außer vielleicht, dass extra auch einen digitalen Drehzahlmesser zurückgegriffen werden musste, denn kein am Markt verfügbarer Analogmesser konnte mit der Drehfreude des V10 mithalten – sechs Zehntelsekunden von Leerlauf bis zur Abregeldrehzahl von 9000 Touren.

Mit einer Literleistung von 85.7kW und 117PS beschleunigt der V10 den 1480kg schweren LF-A in 3.7 Sekunden von 0-100km/h und erreicht 325km/h Spitzengeschwindigkeit. Aber Lexus wäre nicht Lexus, wenn der V10 nicht doch die EU5-Norm erreichen würde und dank motornah platzierter Katalysatoren seine Abgase nicht bereits nach wenigen Umdrehungen bestmöglich reinigt.

Dass dieses 200kg leichte Prachtexemplar von Verbrennungskraftmaschine nach nur 500 Exemplaren wieder eingestellt werden soll stimmte uns deshalb etwas betrübt, doch neuesten Gerüchten zu Folge soll das 560-PS Aggregat in nur leicht veränderter Form im zukünftigen Topmodell der GS-Baureihe zum Dienst antreten.


Für die nach der am Fuße des Fujisan-Vulkans gelegenen Rennstrecke benannte Sportdivison der Marke wäre es das zweite Modell nach dem V8-getriebenen IS-F.


Ein solcher V10-„GS-F“ wäre eine schöne Bereicherung für den Markt der Hochleistungslimousinen, in dem die Leistung seit dem Erscheinen des Audi RS6 V10-Biturbo sowieso keine Grenze mehr kennt. Die künftige Abkehr von Mercedes-AMG und BMW vom Hochdrehzahlkonzept hin zu aufgeladenen Motoren kann man zudem als Chance für das feinnervige Renntriebwerk des LF-A sehen.

Zumal der GS-F mit einem geschätzten Einstandspreis von 100.000 EUR auch deutlich erschwinglicher sein wird als der große LF-A, für den Lexus unglaubliche 375.000 EUR verlangt.

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