Heißer Frühling – der neue Renault Wind

Ein neuer Renault verläuft sich nur äußerst selten auf die asphaltfrage. Das hat seinen Grund, denn die französischen Modelle sind meist weder besonders hübsch, noch technisch besonders anspruchsvoll. Von Fahrdynamik möchte man ebenfalls nur ungern sprechen.

Doch seit einiger Zeit macht sich die Truppe „Renault Sport“ viel Mühe mit diesen Vorurteilen aufzuräumen – mit durchaus gelungenen Ergebnissen.



So ist der neue Renault Megane Coupé R.S. mit seiner eingezogenen Dachlinie, den kraftvollen Kotflügeln und gelungen gezeichneten Stoßfängern nicht nur optisch ein gelungener Wurf, auch der 2.0 Liter Turbo-Vierzylinder mit 250PS weiß sich mit dem Cup-Fahrwerk und der Brembo-Festsattelbremse gut in Szene zu setzen.


Dabei setzt Renault Sport nicht nur auf mächtige Power und große Karosserien, sondern sucht den Fahrspaß gerade in den kleinen Klassen: der Clio R.S. Cup ist in Fahrspaßfragen seinem großen Bruder sogar noch ein Stück weit überlegen. 50mm breitere Spur im Vergleich zum Serien-Einkaufswagen, tieferes Fahrwerk, angepasste Federraten, 36kg weniger Gewicht, Schraubstock-Schalensitze, ein Diffusor der tatsächlich Abtrieb generiert und zur Krönung garniert Renault das Ganze mit einem 2.0 Liter 16V-Renntriebwerk, das nicht nur 11,5:1 verdichtet ist, sondern auch erst bei 7500 Umdrehungen in den Begrenzer läuft. So einfach kann es sein. Keine Aufladung, kein komplexes Adaptiv-Fahrwerk, sondern einfach und sauber.


Das Clio-Rezept wendet Renault Sport auch beim kleinsten Modell an, dem Twingo. Doch da der 201PS-Motor wohl weder in die winzigen Motorraum gepasst hätte, noch für versicherungsfähige Fahrleistungen gesorgt hätte, muss sich der Twingo Sport mit einem 1.6 Liter Vierventiler zufrieden geben. 133PS wuchtet er bei 6750 Umdrehungen auf die Kurbelwelle, die über 5 Gänge portioniert werden können.
Da sich die sportlichen Renaults bisher aber immer mit festem Dach haben bescheiden müssen kommt nun pünktlich zum Frühling die frohe Botschaft: es wird einen Roadster geben. Sein Name lautet Wind, welcher für diesen Einsatzzweck im deutschsprachigen Raum durchaus passend sein dürfte.

Technisch basiert der Wind auf dem Twingo und die Verwandtschaft sieht man ihm gerade am Vorderwagen und den Türen an. Am wichtigsten ist jedoch die Heckpartie, denn hier hapert es bei den meisten Klappdach-Cabriolets. Renault ist dem Bootsheck mit einem simplen Trick ausgewichen: das Dach ist relativ klein, also verzichtet man auf eine Teilung und klappt es am Stück unter den Kofferdeckel.
Im Prinzip also ähnlich wie beim Ferrari 575 Superamerica, was auch die schnelle Öffnugnszeit von 12 Sekunden erklärt. Ein weiterer Vorteil dieser Mechanik ist, dass man immer den vollen Kofferrauminhalt zur Verfügung hat – was bei nur 270 Litern aber auch von Vorteil ist.
Das der Wind auch mit dem 1.6 Liter Motor des Twingo Sport auf den Markt kommt halten wir für ein Muss, ebenso den Einbau des Cup-Fahrwerks. Wenn das der Fall ist hat Renault ein wirkliches Schätzchen im Modellprogramm: fahraktiv, günstig und offen. Er ist weder Frauenauto, noch eines für Brusthaarträger – der Wind ist von allem ein bisschen und das macht ihn attraktiv. Alles kann, nichts muss.

Zu welchem Preis der Wind auf den Markt kommt ist noch nicht sicher. Wir gehen von etwa 17.000 EUR aus, was etwa 2000 EUR über dem Preis des Twingo Sport liegen würde. Weltpremiere feiert der Wind am 2.März um 16.15 Uhr auf der Renault Pressekonferenz auf dem Genfer Autosalon. Wir werden berichten.

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