Sportback:2 – der Seat Ibiza ST

Schöne Kombis heißen Avant, so galt bisher der Wahlspruch aus Ingolstadt wenn es um die Optik der Lademeister ging. Nun muss man wohl auch das Kürzel „ST“ erwähnen, wenn es um schicke Kombis geht, denn die spanische Konzerntochter Seat bietet nun nach dem (umgeflaggten Vorgänger-Audi A4) Exeo den zweiten Kombi der Produktpalette an: den Ibiza ST.



Der kleine Kombi basiert auf der Polo-Plattform und komplettiert nun die Modellreihe, die sonst auch als 3- und 5-Türer erhältlich ist. An sich ist das nichts interessantes, doch uns reizen vor allem diese Tatsachen: der Ibiza ST ist wirklich hübsch und mit seinem auf 430 Liter gesteigerten Kofferraumvolumen und die – durch die nicht abfallende Dachlinie – gestiegenen Kopffreiheit im Fond. Außerdem spielt der Spanier nicht die pragmatische Biedermann-Rolle des Skoda Fabia Combi, sondern darf sich mit Attributen wie Dynamik, Emotion und Lifestyle schmücken.


Wer jemals ein Fahrzeug der aktuellen kleinen PQ-Plattform gefahren ist wird nicht mehr viele Argumente finden, die für ein Mehr an Auto sprechen. Zumal Seat nun auch den vollen Zugriff auf die moderne VW-Motorenpalette erhalten hat und sich nicht mehr mit den alten Pumpe-Düse-Motoren und den großvolumigen Saugerbenzinern bescheiden muss.


Konkret geht es um die neue 1.6 Liter-TDI-Generation mit Common-Rail-Einspritzung, die mit 90PS und 105PS angeboten wird, sowie den neuen 1.2 Liter-TSI-Benzinern, dessen turbogeladenenes Topmodell mit 105PS an den Start geht. Ein weiteres motorentechnisches Highlight bildet aber der 1.2-Liter-TDI aus dem VW Polo Bluemotion. Er wird mit 70PS den Kampf gegen hohe Verbräuche und unzeitgemäßen CO²-Ausstoß angehen. Ob er in den normalen Ausstattungslinien Reference, Style und Sport zu haben sein wird, oder nur als spezielle Ecomotive-Variante ließ sich der Pressestelle in Mörfelden noch nicht entlocken.


Ob man den kleinen Sparer auch mit dem 7-Gang-DSG bestellen kann bleibt deshalb ebenso offen, wie die Preise. Wir gehen von einem Basispreis von 13.000 EUR aus, den die Kunden ab Anfang März zahlen müssen, nachdem der Ibiza ST auf dem Genfer Salon seine Publikumspremiere gibt.


Ein ebenfalls heißes Eisen ist der neue 2.0-Liter-TDI im Ibiza FR. Die 143PS-Common-Rail-Maschine ist nicht nur der stärkste Selbstzünder der Modellpalette, sondern überhaupt der größte Diesel im Kleinwagensegment. Giftige Optik, ein definierteres Fahrwerk mit XDS-Sperre, 6-Gang-Getriebe, 210km/h Spitze und dennoch EU5-Erfüllung und 4.6 Liter Verbrauch machen den FR attraktiv. Das ganze hat natürlich seinen Preis, denn auch wenn der FR gut ausgestattet ist, sind 20.490 EUR viel Geld für einen Kleinwagen. Doch eigentlich ist er ja gar keiner… ist der Preis deshalb Grund oder Rechtfertigung? Wir werden es in einem Test genauer klären. Bis bald also.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: