pure eye candy – das teuerste Automobil der Welt?

Ja, so lässt sich ein Wochenende einläuten. Keine Rückruf-News von klemmenden Gaspedalen, keine ökologischen Doppelherz-Modelle, keine goldenen-Schalthebel-Gewinner und keine Kommentare zum Comeback des Formel-1-Helden aus Kerpen.

pure eye candy.



Der Ferrari 250 GTO ist nicht nur für uns eines der schönsten Automobile der Geschichte, sondern für sämtliche petrolheads rund um den Planeten. Alle der jemals gebauten 36 Exemplare existieren noch und befinden sich in treuer Sammlerhand.


Wenn jedoch eines der V12-Kunstwerke den Besitzer wechselt, dann geschieht das meist ohne großes Medienecho. Denn über Geld spricht man nicht. Und das ein jeder der 36 gebauten GTO locker achtstellige Euro-Beträge erlöst, weiß man auch ohne genaue Zahlen zu kennen.

Das die Krise an den Preisen für die Nachkriegs-Rennwagen recht spurlos vorübergegangen ist zeigen einige Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit: Im Mai 2008 kaufte der Brite Chris Evans diesen hinreißenden 250 GT California Spyder SWB aus 1961 für sagenhafte 10.894.900 US-Dollar.


Es war bis dato der höchste je bei einer Oldtimer-Auktion gebotene Preis. Der alte Rekordhalter war ein 1962er Ferrari 250 GTO, der 1990 für 10.756.000 US-Dollar von Sotheby’s verkauft wurde.

Welche Rendite in dieser Klasse möglich ist zeigt aber ein weiterer GTO-Verkauf aus dem Herbst 2008: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Nennung von Zahlen wurde dieser 250er verkauft – man geht von 28.500.000 Dollar Erlös aus.

Ob ein Haufen Aluminium, Guss und Leder einen solchen Wert besitzen kann? Ja, denn was kostet ein Dalí, eine Stradivari oder ein unveröffentlichtes Original von Kafka?

Die Zeit scheint also die rechte zu sein, wenn es um einen hohen Erlös geht. Das Auktionshaus RM Auctions schickt sich deshalb an den eigenen Evans-Rekord einzustellen, denn die Kanadier bieten nun die Chassisnummer 4675 GT zum Verkauf an.


Das Exemplar von 1963 ist nicht nur ein hochdekorierter Rennwagen, der in seiner Laufbahn unzählige Weltmeistertitel sammelte, sondern auch eines der ultra seltenen Serie II-Versionen, deren Karosserie sich deutlich von den anderen unterschied.


Das Auktionshaus geht von einem Preis jenseits der 20.000.000-Dollar-Marke aus, was den Rekord beinahe verdoppeln würde. Allerdings wird es hier nicht einfach an das exakte Ergebnis zu kommen, denn anders als bei RM sonst üblich wird #4675 GT als „Private Treaty Sale“ verkauft und in keiner öffentlichen Auktion versteigert.


Wir bemühen uns dennoch um das Ergebnis und werden Sie auf dem Laufenden halten. Und jetzt genießen Sie die Bilder.

(Der Leiter von RM-Auctions Europe, Max Girardo, steht ernsthaften Kaufinteressenten übrigens unter der Telefonnummer +44 (0) 20 7851 7077 für Rückfragen zur Verfügung. just in case…)




the back kicks out under braking… got balls?


Text: FM
Bilder: asphaltfrage.de Archiv, autoblog.com, classicdriver.com, ultimatecarpage.com

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