bad toy – der neue Audi A1

Endlich ist er da. Nun müssen wir uns weder langweilige Designer-Interviews über Lüftungsdüsen, noch Graffiti-Zeichnungen des Neuen ansehen – denn Audi hat es doch etwas übertrieben mit der Aufmerksamkeitslenkung hin zum jüngsten Spross aus Ingolstadt.

Doch das Warten hat sich gelohnt. Der neue Audi A1 ist den Designer wirklich gelungen. Der eckige Singleframe-Grill verleiht dem Kleinen einen verwegenen Look, den die LED-Tagfahrleuchten gekonnt unterstreichen.


Zum ersten Mal finden wir die Kirmesbeleuchtung nicht unpassend, denn am A1 wirkt sie nicht so ernst wie bei den großen Geschwistern. Das liegt wohl auch an der Seitenansicht mit der umlaufenden Schulterlinie, auf die man in Ingolstadt besonders stolz ist. Sie kräftig die Statur des A1 und verleiht seiner Erscheinung deutlich mehr Präsenz ohne plump zu wirken.


Das Heck ist ebenfalls knackig, obwohl der A1 gerade von schräg hinten doch einige Ähnlichkeit mit Fiats Darling 500 aufweist. Im Gegensatz zu diesem hat der kleine Audi aber eine große Klappe, denn bei ihm öffnet sich der Kofferraum über die gesamte Heckbreite um ein komfortables Beladen zu ermöglichen.


Überhaupt, der Innenraum ist das wahre Meisterwerk des kleinen Ingolstädters- wohl wissend ist Audi deshalb bereits vorab mächtig auf dem Premiumstatus des Kleinwagens herumgeritten. Ein bisschen TT, ein bisschen R8 und keine Spur von der profanen Polo-Fabia-Ibiza-Verwandschaft.


Der A1 liefert alles was das Herz begehrt: chromgerahmte Klimaregler, Infotainmentsystem mit SD-Card-Slots, iPod-Connectivity, MMI-Bedienlogik, einen ausklappbaren Navimonitor, fein gezeichnete Instrumente, einen Bordcomputer mit Effizienzstrategie für Schaltpunkte, Klimaregelung und Fensterlüfttipps. Dass man ein LED-Lichtpaket, ein BOSE-Soundsystem und feinste Lederausstattungen gegen Aufpreis fürs Ambiente mitbestellen kann versteht sich bei einem Audi von selbst – Kleinwagenklasse hin oder her.


Um auch in Umweltfragen ganz vorne mitzuspielen verbaut Audi zum Marktstart des A1 im Sommer nur die feinsten Motoren aus dem Wolfsburger Teilelager. Bei den Benzinern kommen der 1.2 Liter TSI-Downsizer mit 86 Turbo-PS und der 1.4 Liter TSI mit 122PS zum Einsatz. Die Selbstzünder-Auswahl beginnt mit zwei 1.6er TDI-Varianten. Zwischen 90PS oder 105PS kann der Kunde hier wählen. Alle Motoren werden serienmässig mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe ausgeliefert und sollen so 5.1 Liter, bzw. 5.4 Liter Super verbrauchen. Bei den Dieseln spricht Audi von 3.8 Litern und 3.9 Litern auf 100 Kilometer.


Möglich sind diese Werte durch serienmäßige Bremsenergie-Rückgewinnung und ein Start-Stop-System, welches auch beim optional erhältlichen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aktiv bleibt.

Damit aber nicht nur das Sparen im Fokus steht, sondern der schärfste Konkurrent des A1 – der MINI – auch beim Fahren angegriffen werden kann setzt Audi betont auf Sportlichkeit. Die aus anderen Konzernmodellen bekannte Elektro-Differenzialsperre XDS ist beim kleinen Ingolstädter serienmäßig und soll dem bayrisch-britischen Topseller das Leben schwer machen.


Preislich wird der A1 ebenfalls auf Augenhöhe mit dem MINI liegen, 16.000 EUR Grundpreis stehen im Raum. Das ist insofern eine heiße Zahl, kostet doch ein vergleichbarer VW Polo 1.2 TSI gerade 1000 EUR weniger. Doch nach oben gibt es wohl kaum eine Individualisierungsgrenze – hoffentlich auch auf der Leistungsseite, denn einen S1 mit 200PS und DKG als MINI John Cooper Works-Konkurrent wurde uns sehr gut gefallen. Sogar mit Tagfahrlicht…

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: