++Update++ Gay mir aus der Sonne – der neue Abarth 500C

So ist es nun einmal: wer den Schaden hat… Das Fiat 500C wurde für das Jahr 2010 zum „gay car of the year“ gewählt. Was bleibt also für den Haustuner der Turiner, Abarth, zu tun, um nach dieser Auszeichnung dennoch weiterhin bei der normalen männlichen Kundschaft zu landen? Richtig, den Abarth 500C von der Leine zu lassen. Premiere hat der offene Renner auf dem Genfer Salon 2010.



Die Optik der nun oben offenen Rennsemmel gleicht aber der verlöteten Version 1:1. Die mächtige Frontschürze mit großen Kühlluftein- und –auslässen kennt man ebenso wie das Diffusor-Heck mit den selbstbewussten Auspuffrohren.

Dennoch gibt es einige Neuerungen für den offenen Abarth: der Motor soll nun 140PS leisten, weiterhin jedoch 206Nm Drehmoment bereitstellen. 8.1 Sekunden dauert der Sprint von 0-100, was im Vergleich zu den 7.9 sec der geschlossenen Variante nur unwesentlich länger ist. Warum man dem Cabrio zwar etwas mehr Leistung mit auf den Weg gibt, nicht aber den neuen Multiair-Zylinderkopf auf den 1.4er T-Jet-Motor adaptiert bleibt uns ein Rätsel. Wahrscheinlich will man den bisherigen Abarth 500 und dessen Kunden nicht vergrämen.

Außerdem hat man so ja noch etwas Spielraum für eine etwaige Modellpflege zur Zyklushalbzeit. Noch etwas unklar ist auch die Thematik der Kraftübertragung: Viele ausländische Quellen sprechen vom „Abarth Competizione“-Halbautomatik-Getriebe, wie es auch im 695 Tributi Ferrari verbaut wurde. Die Antwort, ob dieses meist zwar als supersportlich beworbene, dann aber doch eher fahrspaßmindernde Getriebe serienmäßig im Abarth 500C verbaut wird oder nur gegen Aufpreis, bleibt uns die Fiat Presseabteilung bisher schuldig. Nun ist es raus: die Halbautomatik ist serienmäßig im Cabrio-Abarth verbaut. Vielleicht trägt er den Titel doch zurecht… Warum verschont man uns nicht mit diesem Mechatronik-Nonsens? Oder wenigstens nur als Extra? Naja, bleibt nur der Griff zum Geschlossenen.

Definitiv kommen allen Abarth 500ern  zudem noch einige Ausstattungsänderungen ab 2010 zu Gute. Bixenonscheinwerfer sind nun ab Werk eingebaut und diverse Sonderausstattungen haben ihre Preise geändert. Erwähnenswert ist davon allerdings nur die Sportsitzanlage von Sabelt, die man nun schon ab Werk (1500 EUR in Stoff/ 2000 EUR in Leder) bestellen kann und nicht mehr über das Zubehör und den Händler nachrüsten muss. Ebenfalls neu ist die Option der Vierrohr-Auspuffanlage des „695 Tributi Ferrari“, die für 1030 EUR extra und Klappensteuerung für den guten Ton sorgen soll.


Das Sportpaket „essesse“ mit der Leistungskur auf 160PS, größeren Felgen, Bremsen und neuem Fahrwerk wird es auch weiterhin geben und auch für den Abarth 500C verfügbar sein. Hier bleibt es aber bei der Nachrüst-Lösung. Ab Werk wird es das Kit weiterhin nicht geben.

Preislich wird der neue Abarth 500C den Rahmen der 20.000 EUR-Klasse wohl sprengen. Wir gehen von etwa 21.500 EUR Grundpreis aus. Das ist viel Geld für ein kleines Cabriolet, vor allem für eines, was man nicht nur dank der oben genannten Auszeichnung als Mann einfach nicht fahren kann.


Hatten wir noch jede Menge Spaß am Blechdach-Abarth, so ist das Cabrio für als Fortbewegungsmittel für Männer einfach nicht geeignet. Wir würden sogar soweit gehen, dass der Abarth 500C überhaupt irgendwie schrullig ist. Das aufgepumpte Äußere passt gut zum Auspuffpatschen, zum Beinchen-heben in Kurven und zu einem scharfen Fahrstil – aber zu einem Cabrio?

Nun, jeder muss es am Ende selbst entscheiden ob er den offenen Abarth kauft und ob oder besser wie er damit auffallen möchte. Uns wäre jedenfalls eine weniger auffällige 500C Version mit der sensationellen Multiair-Technik lieber gewesen, aber vielleicht kommt so etwas ja noch? Wir werden sehen.

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