Schall und Rauch – der neue Audi A1/S1/RS1 quattro

Das vergangene Jahr war für Audi rekordverdächtig, mit 1.09 Millionen verkauften Fahrzeugen schaffte man ein Absatzplus von 15%. Weit weniger als erwartet trug dazu leider der kleine A1 bei, mit dem sich die Ingolstädter gegen den mehr als erfolgreichen Mini von BMW stellen wollen.

Von den über 50.000 bisher produzierten Fahrzeugen wurden kaum mehr als die Hälfte verkauft. Schuld daran sind wohl zum Teil die anspruchsvollen Preise des Kleinen, wie auch das bisher überschaubare Motorenangebot, das zu Beginn nur bis zum 122PS starken 1.2-TSI reichte. Anfang des Jahres brachte man dann den 184PS starken 1.4 TSI auf den Markt, der auf die technische Basis des Polo GTI vertraut und wie dieser nur mit der 7-Gang S-Tronic bestellbar ist. Ob bei Preisen ab 24.250 EUR für das bisherige Topmodell jedoch der große Erfolg eintritt bleibt fraglich.


Vielleicht sind diese Umstände der Grund dafür, warum man bei Audi zum Umdenken bereit war und nun doch endlich – nach Monaten des Verneinens – eine quattro-Variante des A1 präsentierte. Zwar noch im Kleid des 184PS-TSI doch immerhin fahrbar. Während der Prototyp-Fahrtests bestätigte man bei Audi die Arbeiten am Serienanlauf, jedoch vorerst nur in einer Kleinserie. Mit 500 quattro-Exemplaren will man nicht nur die Marktchancen ausloten, sondern vor allem die Aufwendungen für die Fertigung im Rahmen halten.


Dabei sollte das Experiment diesmal eigentlich glücken, denn im Gegensatz zur downsizenden Konkurrenz hat Audi sprichwörtlich großes als Antrieb des A1 quattro geplant: den 2.0 Liter TSI aus den großen Brüdern. Leistet dieser in A4 und Co noch 211PS, verspricht man bei Audi „deutlich mehr als 200PS“. Das lässt natürlich Raum für Spekulationen, wir tippen deshalb auch und legen uns auf 240PS fest. Natürlich kann ein 240PS Allrad-Bolzen nicht mehr nur A1 quattro heißen und so hat man im Audi-Vorstand sogar grünes Licht für die Verwendung des Kürzels S1 gegeben. Ob die Fans der Marke damit jedoch einverstanden sind ist zu bezweifeln, zumal ein RS1 die 240PS auch optisch reizvoller verpacken dürfte als die sonst relativ braven S-Versionen.


Zu den Preisen des neuen Mini JCW-Konkurrenten wird derzeit ebenfalls viel spekuliert. 27.000 EUR stehen im Raum, was uns angesichts des Preises für den frontgetriebenen 1.4 TSI doch deutlich zu wenig erscheint. Auch wenn die Allrad-Version über das bekannte Haldex-System aus A3 und Golf verfügt und sich auch Motor und Getriebe mit den Volumenmodellen teilt, dürfte der Preis nicht unter der 30.000 EUR-Marke liegen. Das mag nach viel Geld klingen, aber einen 240PS-Allradsportler in der 3.90m-Klasse hat es bisher noch nicht gegeben und wer sich mit den Motoren aus dem VW-Konzern wenigstens ein bisschen auskennt weiß, dass bei 240PS noch lange nicht Schluß ist – Vielleicht hat man gerade deshalb den Namen S1 freigegeben…

Text: Fabian Mechtel
Bilder: Werk (3), Computerretusche (2)

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