Die IAA in wenigen Worten – damit wir auch was haben

Die Zeit drängt, die Eröffnung naht und die Tücher der meisten Neuheiten sind sowieso schon gezogen, deshalb hier in aller Kürze eine Messerübersicht in ungewohnter Manier, nämlich in stumpfer Zeitungsmanier – die Bitte um Nachsicht ist selbstverständlich, versprechen wir an dieser Stelle doch eine umso schärfere Bewertung vor Ort!

Zukunft serienmäßig, unter diesem Motto öffnet die 64. IAA am 15. September die Messehallen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuheiten schon heute vor:

Audi: die Ingolstädter zeigen sich von ihrer sportlichen Seite. Angetrieben von einem 520 PS starken V8-TFSI feiert der luxuriöse Sportler S8 Weltpremiere. S7 und S6 dürfen die technische Basis teilen, müssen sich aber mit 435PS begnügen. Daneben wird der neue A6 Avant mit seinem 313PS starken Biturbo-TDI präsentiert. In die Zukunft blickt Audi mit dem Kabinenroller Urban Concept und dem A2 concept. Weitere Neuheiten: Q3, A5 Facelift, A8 hybrid, R8 GT Spyder.


BMW: aus München gibt es vorwiegend Elektrisches zu sehen. Der i3 soll die emissionsfreie Mobilität in Innenstädten ermöglichen und trotz 170PS mit einer Akkuladung über 150 Kilometer weit kommen. Sein großer Bruder i8 hingegen legt neben großer Effizienz auch Wert auf Sportlichkeit: 354PS beschleunigen den Carbonrenner in 4.6 Sekunden auf 100km/h – dabei wird der Verbrauch des Hybridantriebes mit nur 2.7 Litern auf 100 Kilometer angegeben. Weitere Neuheiten: 1er, 6er, M3 CRT, M5.

Chevrolet: die General-Motors-Marke lässt es in Frankfurt richtig krachen. Mit dem Camaro kommt die Neuauflage des legendären Muscle-Cars offiziell nach Deutschland. Unter der langen Haube steckt ein 6.2 Liter V8 mit einer Leistung von über 430PS. Am anderen Ende der Verbrauchsskala findet sich dagegen der Volt, der gemeinsam mit dem Opel Ampera entwickelt wurde. Das Elektromobil mit Range-Extender soll unter vier Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer verbrauchen. Weitere Neuheiten: Malibu, Miray, Colorado

Citroën: sie ist wieder da, die französische Avantgarde. Mit der Einführung der DS-Modelle findet Citroën wieder ein wenig zum alten Glanz zurück. Neben dem Serienmodell DS5, das auf der technischen Basis des bekannten C5 basiert zeigen die Franzosen die DS2, die an die legendäre 2CV erinnert.

Ferrari: zwei Jahre nachdem der 458 Italia in Frankfurt Premiere gefeiert hat, gibt es nun die offene Variante zu sehen. Highlight des 570PS-Modells ist das versenkbare Aluminium-Dach. Die filigrane Konstruktion soll 25 Kilogramm leichter sein, als eine Stoffdach-Variante.

Fiat: die Turiner legen das Erfolgsmodell Panda neu auf. Etwas größer, im Design schicker aber trotzdem so praktisch wie vorher geht der Neue auf Kundejagd. Traditionalisten werden sich daran freuen, dass der Panda wieder in Italien und nicht mehr in Polen gefertigt wird – denn das dortige Werk ist mit der Produktion des Fiat 500 völlig an der Kapazitätsgrenze.

Ford: großes zeigen die Autobauer aus Köln, nämlich eine Studie des neuen Ford Mondeo. „Kinetic 2.0“ nennen die Rheinländer die weiterentwickelte Designsprache des Flaggschiffs, das sich wieder durch scharf gezeichnete Elemente und hohe Dynamik auszeichnet. Weitere Neuheiten: Fiesta ST, Focus Turnier.

Jaguar: hier ist es, das asphaltfrage.de-Messehighlight, der C-X16. Ein Coupé von derart atemberaubender Schönheit, das man es einfach nicht beschreiben sollte. Man würde der Skulptur nicht gerecht. Und dabei ist es egal ob die scharfen Kurven außen, oder das sensationell arrangierte Cockpit besprochen werden sollen. Dass die Briten dann noch ganz lässig einen fast 400PS starken V6 mit Kompressor implantieren und einen Hybrid-Antrieb ohne Öko-, sondern mit Power-Attitüde zur Seite stellen, macht das Ganze nur noch besser. 6.9 Liter Verbrauch sind natürlich auch ein Wort. Oder eher ein Witz. Aber egal.

Land Rover: der Defender lebt. Nicht nur, dass das Original die EU5-Hürde geschafft hat und mit einer handvoll weiteren Änderungen dem neuen Modelljahr entgegenstrebt, nein, die Briten haben mit dem DC100 ein mehr als cooles Remake des Vorbildes geschafft. Ohne Firlefanz und mit klaren Linien wäre die Studie zwar kein Ersatz für den Defender, aber als smarter Enkel könnten wir uns den Neuen durchaus vorstellen.

Mercedes-Benz: Blickfang bei Mercedes ist natürlich der SLS Roadster, der von AMG entwickelt wurde. Ohne Flügeltüren, dafür mit knappem Stoffverdeck beschleunigt der 571PS-Sportler nicht nur Passagiere, sondern auch die Träume der Zuschauer nachhaltig. So auch die neue B-Klasse. Mit frischem Design, hochwertigem Innenraum und komplett neuer Technik-Architektur (110-204PS)soll sie ab Jahresende für eine Verjüngung der Käuferschaft sorgt. Weitere Neuheiten: A-Klasse, B-Klasse, M-Klasse, SLK 55 AMG.

MINI: die schöne Lifestyle-Tochter des Münchner BMW-Konzerns bietet mit dem MINI Coupé den bisher sportlichsten Ableger des Retroflitzers. Mit Motoren bis zu 211PS, knappem Blechdach und flacher Frontscheibe wirkt der Zweisitzer schon im Stand sehr dynamisch.

Nissan: die Konzernschwester von Renault zeigt sich in Frankfurt ganz im Zeichen der Elektromobilität. Besonders stolz ist man auf den Leaf, der als eines der ersten reinen Elektroautos ab Herbst in den Verkauf geht. Die Japaner sprechen selbstbewusst von einer Reichweite bis zu 175 Kilometern, bis der 145 km/h schnelle Leaf wieder zurück an die Steckdose muss.

Opel: der krisengeschüttelte Autobauer, dessen Sitz nur einen Steinwurf von den Frankfurter Messehallen entfernt ist, nutzt die IAA für eine große Show. Der Ampera bildet ein Highlight, auf das man in Rüsselsheim besonders stolz ist. Der 150PS starke Elektroantrieb soll in Kombination mit einem Range-Extender-Benzinmotor nicht nur sehr effizient, sondern auch sehr flexibel in Sachen Reichweite unterwegs sein. Weitere Neuheiten: Astra GTC, Astra GTC OPC, Combo, Zafira.

Porsche: die ganze Welt wartet gespannt auf die Enthüllung der komplett neu entwickelten Ikone: Mehr Radstand, weniger Hubraum, weniger Verbrauch und trotzdem mehr Leistung. Bei 350PS startet der Carrera, die S-Variante bringt es sogar auf 400PS. Weitere Neuheiten: Panamera Diesel.

Peugeot: nicht nur beim Rußpartikelfilter waren die Franzosen Vorreiter, auch beim Diesel-Hybrid stehen sie an erster Stelle. Der 508 RXH verfügt über einen 200PS starken Sparantrieb (163PS Dieselmotor, 37PS Elektromotor). Diese Kombination soll nicht nur leichtfüßig beschleunigen, sondern mit einem Verbrauch von unter vier Litern Diesel auch sehr zurückhaltend an der Zapfsäule sein. Außerdem zeigt Peugeot eine seriennahe Studie des kommenden Kleinwagens 208.

Renault: im Gegensatz zur nationalen Konkurrenz lässt es Renault etwas ruhiger angehen. Mit dem Facelift des kleinen Twingo, einer Überarbeitung des hierzulande etwas glücklosen SUV Koleos, sowie ein paar zero-emission Elektrostudien lassen es die Franzosen auf der IAA bewenden.

Saab: nicht nur die Messe haben sie abgesagt, sie haben den Laden komplett dich gemacht. Schade zwar, aber lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Skoda: darf der großen Mutter natürlich nicht die Show stehlen, macht es aber dennoch. Mit der Studie Mission L wird das neue corporate design von Skoda vorgestellt und dazu gibt es nicht viel mehr zu sagen als das: sensationell. Klar, schlicht und cool. Schön unprätentiös, schlüssig und gerade deshalb so passend zur Marke. Die Mission L wird von der Größer her wohl als neuer Octavia durchgehen, es bleibt aber zu hoffen, dass an den Plänen des Concept D (Genf 2011) festgehalten wird um die Nische zwischen Polo und Golf mit einem Felicia zu besetzen.

Toyota: nach den Rückrufaktionen der vergangenen Zeit, sowie der verheerenden Erdbebenkatastrophe geben die Japaner kräftig Gas um wieder die Nummer 1 der Autobauer zu werden. In Frankfurt wird das FT86-genannten Sportcoupé die Besucher in seinen Bann ziehen. Der 200PS starke Sportler leiht sich den Boxermotor von Subaru und vertraut auf ein auf der Nordschleife des Nürburgrings abgestimmtes Fahrwerk. Weitere Neuheiten: Yaris, Prius+

Volkswagen: der deutsche Platzhirsch trumpft auf der IAA eher klein auf, denn die Show steht ganz im Zeichen des Up!. Der Kleinwagen tritt nicht nur die Nachfolge des VW Fox an, er wird in den nächsten Jahren zu einer großen Modellfamilie mit Drei-, Fünftürer, Microbus, Elektroauto, Dieselhybrid und vielen weiteren Spielarten ausgebaut. Weitere Neuheiten: Passat CC; Beetle

Geöffnet haben die Messehallen von 09:00 bis 19:00 Uhr, 15. Und 16. September sind Fachbesuchertage, die Publikumstage beginnen am Samstag den 17. September und enden am 25. September. Der Eintritt kostet am Wochenende 15 Euro, werktags 13 Euro und ermäßigt 7,50 Euro. Außerdem gibt es Feierabendtickets zu 8 Euro, bzw. 4,50 Euro.

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