Des Kaisers letztes Kleid – der Porsche 911 GT3 RSR

Kein Auto hat es derart oft auf unsere Seite geschafft wie der 911 GT3 RSR. Nach dem 2008er-Jahrgang und dem Modell aus 2010 ist es nun wieder Zeit für die nächste Generation. Die letzte auf Basis des alten 911 des Baumusters 997.

Wir finden es eigentlich sogar gut, dass der Neue noch auf die Karosserie des Alten zurückgreift, denn mit dem 991 müssen wir uns noch ein wenig anfreunden. Da kann er seine Klinge ruhig erst einmal in den oridinären Cup- und GT3R-Versionen anschärfen, bevor er das RSR-Signet an den Motordeckel geklebt bekommt.


Doch solange bleibt dem RSR keine Zeit, BMW M3 und Ferrari 458 heizen dem Weissacher Sportmodell international heftig ein. Um dem Einhalt zu gebieten wurde das LM GTE-Reglement des A.C.O. voll ausgereizt und der feisteste Elfer seit dem 935 Moby Dick auf die Räder gestellt.


Exakt um 48 Millimeter wurde der neue RSR verbreitert. Die erhöhte Spurweite soll in Kombination mit den 310mm breiten Hinterreifen und dem über ein Zoll im Durchmesser vergrößerten Vorderrädern für eine deutlich gesteigerte Kurvenperformance sorgen, denn gerade die Lenkachse war im Vergleich zur Front- und Mittelmotorkonkurrenz die Achillesferse des schnellsten 911.


Das Aerodynamikpaket wurde an das neue Fahrwerk angepasst und fällt vor allem durch die knappen Radhausverkleidungen und den breiten Diffusor auf. Ebenfalls geändert wurde die Luftführung des Triebwerks. Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen saugt der Vierliter-Boxer des 2012er-RSRs seine Verbrennungsluft nicht mehr durch einen Lufteinlass unterhalb des Heckspoilers, sondern durch Lufteinlässe im Seitenteil, die an die Ladeluftkühleröffnungen der turbo-Modelle erinnern.


Scheinbar ermöglicht die geänderte Beatmung eine geringfügige Leistungssteigerung, denn bei gleichbleibenden Luftmengenbegrenzern leistet das Aggregat des RSR nun 460PS, was fünf Mehr-PS im Vergleich zum alten Modell entspricht. Das Drehmoment von 430Nm sollte ebenso gleichgeblieben sein wie die Abregeldrehzahl von 9400 Umdrehungen.


Wer also mit dem letzten Rennsportmodell der Baureihe 997 noch einmal auf den Rennstrecken dieser Welt angreifen möchte, der muss seine 498.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer schnell nach Weissach überweisen, denn die RSR-Modelle sind traditionell schnell ausverkauft. Und wer will schon mit einem 991 Rennen fahren?

fm/Bilder Werk.

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