Impression – der BMW Z8

Ja, es gibt diese Abende an denen die Gespräche nicht enden wollen, der Gin Tonic wie Wasser läuft und der Barkeeper am Ende keine Rechnung aufmacht.

Unangenehm ist nur der Morgen danach. Denn, wie es halt immer so ist, steht der nächste Termin schon um 11:30 auf dem Kalender und der Testwagen will noch vor der Bar aufgesammelt werden. Da trifft es sich gut, dass der schwarze Z8 vor der Tür wartet. Nach einem starken Espresso ist eine Prise frische Luft genau das Richtige um wach zu werden. Also Dach auf und los.

Und schon war es wieder da, das déjà-vu. Denn wir scheinen aus der Vergangenheit nicht viel gelernt zu haben. Vor acht Jahren hatten wir das erste Mal das Vergnügen mit dem S62-Motor. Es war Weihnachten, kalt und ein bisschen verregnet. Wirklich nur ein bisschen. Doch die Ansatzlosigkeit mit der der 400PS-V8 die Fuhre querstellte macht uns auch heute noch sprachlos. Kein rüdes Einkuppeln, keine hohen Drehzahlen, einfach im lockeren Lauf ein wenig die Drosselklappen öffnen und der M5 ließ das Heck in einer Art und Weise raushängen, dass Du am Lenkrad das ganz große Ruder auspacken musstest.

Der Z8 tat es ihm gleich. Schon beim ersten wohldosierten Zwischengas hat es Dich wieder. Das blitzschnelle Hochdrehen, das herrlich harte Stakkato. Und schon entgleitet alles. Vollgas in der Dritten lässt den schwarzen Roadster lässig mit dem Heck wedeln, erst in der Vierten ist man wirklich frei von Schlupf. Leider auch viel zu schnell für die folgenden Kurven. Beim Zusammenbremsen taucht der Vorderwagen tief ein, die Hinterhand wird unruhig und das Adrenalin gewinnt langsam Oberhand.

Wirklich atemberaubend ist aber das Versetzen des Vorderwagens bei schlechtem Straßenbelag. Bei hartem Beschleunigen auf welligem Untergrund springt der Z8 gerne mal heftig aus der Spur. Überhaupt, nutzt man die Leistungsfähigkeit des Fünfliters richtig aus, hat man ständig das Gefühl, dass der zarte Aluminium-Rahmen und die feine Leichtbau-Karosserie nicht wirklich mit der verfügbaren Kraft umgehen können.

Und genau das macht den Reiz des Roadsters aus. Er ist ein furchtbares Auto. Ein Dinosaurier. Ein Musclecar. Und hinreißend schön.

Fotos: besser bekommt es das Huawei Ideos X3 nicht hin.
Text: fm

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