allez les bleus – mit dem OPC nach Paris.

Alle Wege führen nach Rom. Das ist zumindest dann ungünstig, wenn man nicht nach Italien, sondern nach Paris möchte. Ohne Navigationssystem. Zumindest ohne Kartenmaterial für das Ausland.

Denn der Opel Astra OPC hat zwar serienmäßig einen GPS-Piloten an Bord, der kennt sich aber nur in der Heimat aus und navigiert in der Fremde eher rudimentär. Zum Glück ist unser großer Nachbarstaat aber sehr Hauptstadt-fixiert und so führen zwar nicht alle Wege, beinahe jedoch alle Autobahnen nach Paris. Noch sind wir aber nicht in der „grande nation“, sondern im Land der unbegrenzten Geschwindigkeiten. Genau das richtige Terrain für den neuen Kraftmeier aus Rüsselsheim. Hier kann der neue Direkteinspritzer-Turbo noch einmal richtig durchatmen, bevor es mit tempolimitierten 130km/h zum „Mondial de l’Automobile 2012“ geht.

Aber der OPC atmet nicht nur durch, er schenkt sich auch kräftig ein. So kann es passieren, dass der Bordcomputer bereits nach 250 zügigen Kilometern selbstständig die nächste Tankstelle aus der POI-Liste sucht, um einem Liegenbleiben vorzubeugen. Doch die Kraft kommt nun einmal aus dem Kraftstoff und die moderne Downsizing-Technologie hat zwar den Spruch „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen“ ad acta gelegt, das Motto „Turbo läuft Turbo säuft“ bewahrheitet sich scheinbar weiterhin. Und so wurden wir gern gesehene Gäste an den französischen Tankstellen, wo der blaue Astra trotz des unbestreitbaren Patriotismus des Franzosen für viel Aufsehen sorgte. Insidertipps zum nicht-mitführen der „vorgeschrieben“ Alkoholtests bekamen wir ebenso, wie cafá au lait aufs Haus.

In Reims ging es dann das erste Mal von der Autobahn ab. Fahrtziel war das historische Fahrerlager von Reims-Gueux. Denn dort gehört der OPC hin – zu den ganz schnellen. Rundenschnitte über 220km/h machten den Kurs einst neben Monza zum schnellsten Formel-1-Kurs Europas und nicht wenige Rennfahrer haben in den drei Haarnadelkurven ihr Leben lassen müssen. Noch heute weht der Geist der Furchtlosen durch die vom Verein Amis du Circuit de Gueux liebevoll restaurierte Anlage. Baguette und Camembert aus dem lokalen Lebensmittellädchen sicherten das Abendessen, der Rotwein fehlte, denn Paris sollte ja noch erreicht werden.

Und wie es erreicht wurde: kurz nach 22:00 Uhr, wenig Verkehr und nach einer verregneten Anfahrt endlich trockene Straßen. Denn auf dem Kopfsteinpflaster der französischen Metropole braucht man jedes Quäntchen Grip, will man die 280PS des Opels ohne großen Schlupf in Vortrieb umsetzen. Und man will. Immer. An jeder Ampel. Ein wenig forscher eingekuppelt, gewartet bis die „jet-noise“ aus dem Auspuff vollen Ladedruck signalisiert und den OPC mit den bissigen Brembos am nächsten Rotlicht wieder zum Stillstand gebracht. Herrlich. Selbst die ambitioniert pilotierten Taxen in der Hauptstadt hatten keine Chance.

Nach einer kleinen Bergetappe auf den Hügel der heiligen Genoveva zum Panthéon und den ersten Pole Positions am Place de la Concorde, war der Rüsselsheimer bereit für die Feuertaufe: den Kreisverkehr am Arc de Triomphe. Zwölf Zufahrtsstraßen und mindestens eben so viele Fahrspuren – gerne auch mal mehr, je nach Uhrzeit und Verkehrsaufkommen. Also, ein Herz gefasst, in die innerste Spur vorgedrungen und dort nicht mehr vertreiben lassen. Und dann heißt es Kreise ziehen. Zwei Runden, drei Runden, immer mehr. Denn Eines ist wirklich faszinierend – die Übersicht, die der Franzose im Verkehr zeigt. Bemerkenswert. Egal wer wann wo und mit welchem Tempo aus dem Kreisel hinaus will, es klappt.

Aber genug triumphiert, Zeit die nächsten Sehenswürdigkeiten anzusteuern. Den Louvre zum Beispiel. Elegant auf der durchfahrtsbeschränkten Taxi-Spur, aber um 01:00 nachts interessierte sich niemand mehr für diesen Verkehrsverstoß. Die Sacré-Cœur auf dem Montmartre blieb so als letzter Programmpunkt auf dem sightseeing-Plan. Hoch oben über Paris bot sich nicht nur ein beeindruckender Blick über die Stadt, sondern auch das erste Mal ein wenig Zeit den folgenden Messetag zu planen, die Eindrücke der Anfahrt mit dem OPC zu verarbeiten und – für den Fahrer natürlich alkoholfrei – das wohlverdiente Feierabendbier.

Die komplette Bildergalerie zum Roadtrip mit dem Opel Astra OPC gibt es wie immer in unsere Flickr-Datenbank! Viel Spaß.

Ein wenig gearbeitet haben wir in Paris aber auch, hier unsere Eindrücke von der Messe:

Text: Fabian Mechtel
Bilder: Axel Griesinger, Fabian Mechtel

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