Salon-Perle – Tata Manza VX Q-Jet90

Manza, was für ein Name. Kraftvoll, prägnant, einfach gut. Nicht das Auto, LaFerrari oder MP4-12C. Manza. Wie Manta mit Z.
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Und erst die Präsentation. Die Inder haben nicht etwa gekleckert wie die Italiener aus Maranello. (Dort war nicht nur der Stand derart vollgestopft mit Autos, dass man null Überblick hatte, nein, man buchte auch den billigsten Stand in der Hallenecke, an dem der schmalste Besucherweg vorbeiführte. Weil es ja klar ist, dass sich kaum jemand für den neuen 900-und-ein-paar-mehr-Elektro-PS-Hypersportler interessiert.)

Tata Manza - Geneva 2013 - asphaltfrage.de - Wallpaper 1Glänzend weißer Fußboden, sicher 1500qm im Flächenmaß, gleißend erhellt von einer Scheinwerferleistung, die die Batterie der HY-Kers-Sportler in Sekunden in die Knie zwingen würde und dennoch verteilt man auf all diesem Raum nur eine Hand voll Fahrzeuge. Das zeugt von Selbstbewusstsein. Vom Wissen um die eigene Stärke. Und das ausgestellte Auto ist dann auch noch von einer solchen Unfassbarkeit, dass wir es nicht in Worte zu packen vermögen. Der Pressetext muss uns an dieser Stelle unter die Arme greifen:

Tata Manza - Geneva 2013 - asphaltfrage.de - Wallpaper 2„True exclusivity isn’t something you strive for. It’s effortless. Much like the new Manza.
Feel like royalty every time you step into the new Tata Manza with its rich and classy interior.“ – so rich and classy, dass man wirklich Inder sein muss und an die Wiedergeburt glauben, ansonsten verdirbt einem jeder Atemzug im Innenraum die Laune, weiß man doch um die lebensverkürzende Wirkung der ausdünstenden Aromaten. Aber: „Designed to be the crowning glory of the Club Class Sedan, the infinity contrast roof cements Manza’s place at the top.“ Wo der Manza ist, ist vorne. Oder oben. Oder beides. Leider gibt es das infinity roof nur im EX-Topmodell, der Aussteller war nur ein mäßig bestückter VX. Schade.

Tata Manza - Geneva 2013 - asphaltfrage.de - Wallpaper 3Doch es geht ja nicht nur um ein paar lächerliche Farben: „When it comes to the Tata Manza, the engine, like the car, is in a class of its own.“ Das sitzt. 90PS ringt sich der 1248er Common-Railer an der Drehzahlgrenze ab und gibt 200Nm in der Spitze frei, was für aufsehenerrengedes Beschleunigen sorgen dürfte. Nur, Performance ist nicht alles, um ein echter Eyecatcher zu sein braucht es heute mehr, doch Tata hat vorgesorgt: „The Tata Manza has always turned heads, but with the addition of a new chrome strip around the front fog lamps it’ll be even harder to look away.“

Tata Manza - Geneva 2013 - asphaltfrage.de - Wallpaper 4Und es war wirklich schwer sich von diesem so liebevoll gestalteten und in Perfektion ausgeführtem Detail abzuwenden, aber im Innenraum lockte ein Feature, das selbst das iPhone in Sachen Ergonomie vor Neid erblassen lässt: der elektrische Fensterheber! „Experience simplicity at its best with the one shot power windows; control your windows with the press of just one button.“ Auf Knopfdruck. Das Fenster. Bewegen! Unpackbar.

Gehen wir also in uns. Der Tata Manza wird den Markt aufrollen. Vielleicht nicht unseren und auch nicht den der Eidgenossen. Denn hier taugten Autos, die aussehen wie der Suzuki Liana, schon vor zehn Jahren nur für herzhaftes Gelächter. Aber wenn irgendwann 500 Millionen Manzas durch Indien rollen wird man sich auch bei VW fragen: Jöööh?

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Das Introbild wurde uns freundlicherweise von Lisa the car addict zur Verfügung gestellt. Sie hat auch die anderen – für uns weniger wichtigen – Tata-Modelle vorgestellt. Hier die Bildergalerie von ihr: KLICK!

Text: FM
Bilder: Tobias Heil

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