Gehhilfe – Shelby 1000

Es ist kaum 16 Monate her, da hatten wir einen Text mit der Überschrift „Des Kutschers stärkster Gaul“ auf der Seite. Da ging es um den Shelby GT500 und seine doch eher bescheidene Leistungssteigerung auf 650PS und 815Nm. Doch kommende Woche geht es in New York auf der Auto Show erst richtig zur Sache!

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„Manchmal muss man schon etwas schmunzeln über die Amerikaner. Da mühen sie sich auf der einen Seite mit Tesla und Fisker darum in der Elektromobilität Fuß zu fassen, versuchen die Kunden mit aufgeladenen V6-Motoren zum Kraftstoff sparen zu animieren und am Ende eskaliert doch alles irgendwie.“

Doch wir konnten ja nicht ahnen welche Dimensionen die Eskalation annehmen wird. Denn in einem Land, in dem Dich der Sheriff schon bei Geschwindigkeiten knapp über Schritttempo für drei Tage hinter Gittern festsetzt sind 650PS einfach zu wenig. Doppelt soviel wäre gut. 1200PS. Denn nur so kann die Starrachse richtig aufspielen. Was in einem 60 Tonnen long-distance-Truck für Vortrieb sorgt, das macht in einem Straßenauto eben erst wirklich Sinn wenn die Leistungszahlen vierstellig werden.

00-shelby-1000-mustang - asphaltfrage - wallpaper 2Dabei fragt man sich warum 1200PS eigentlich schon das Ende sind? Die Shelby-„craftsmen“ bauen den Treibsatz auf ausgesuchten Blöcken des serienmäßigen 5.8 Liter V8-Aggregats auf und schrauben dann alles was gut und teuer ist an. Dazu gibt es adjustable suspension und ein big brake Kit. Nett. Weil solche Leistungen ja so einfach zu beherrschen sind. Einfach mal in den speed shop um die Ecke, ein Gewindefahrwerk auf den Tresen gelegt und fertig ist die Sache. Irgendetwas scheinen unsere europäischen Hersteller in ihrer Entwicklung falsch zu machen.

Vor allem weil der Shelby 1000 seine Leistung schon mit ordinärem „pump gas“ erreicht. 91 Oktan hat dieses bessere Schweröl – kein Wunder bei dem geringen Verkaufspreis. Es bleibt also doch noch Luft zur Leistungssteigerung. Wie wäre es mit 100 Oktan? Oder gar feinem Rennsprit, der Dir nach dem Anlassen noch für Minuten so süßlich in der Nase bitzelt? Eben, wäre doch gelacht wenn 1200PS das Ende der Fahnenstange wären. 1400PS sollten es schon sein, oder gleich 1500PS.

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Sinnvolle Option wäre dann noch ein automatischer Hinterreifenwechsler während der Fahrt. Damit man auch von einer zur nächsten Tankstelle kommt ohne auf der Karkasse zu enden. Aber dieses Extra wird uns Shelby wohl nicht schenken. Wie auch das Cabrio ein Wunschtraum bleibt. „Unsinnig“ sei es – man scheint in den USA scheinbar einfach ein anderes Verständnis von „Sinn“ zu haben… truck yeah!

fm

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