Handfeuerwaffe? – der VW cross-up!

Ein subkompaktes SUV sei er, so erklärt man uns auf der Pressekonferenz stolz. Aha. Was genau das sein soll versuchten wir zu googlen. Doch da gab es dann bloß: Handfeuerwaffen.

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Und eine solche ist der cross-up! bei bestem Willen nicht. Zwar gibt es ihn nur in der saftigsten Antriebsversion, doch 55kW sind eben nur 55kW. Da feuert recht wenig. Es glimmt eher. Immerhin: der Ton des dreizylindrigen Murls ist ansprechend. Unter Volllast, so etwa bei 4000 Umdrehungen, da räuspern sich die 999 Kubik wirklich fröhlich.

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Das passt gut, denn der cross-up! ist genau das: fröhlich. Kein biederer Knauserer, sondern ein bunt bemalter Hingucker. Deshalb sollte man auf jeden Fall eine silberne Lackierung vermeiden. Erstens, weil man so die Akzente an Front, Heck und Spiegeln nicht sieht – denn diese sind eben silber. Zweites, weil Farbe einfach sein muss. Rot. Gelb. Grell. Dann passen die breiten Radhäuser ins Bild, die feinen 16-Zoll-Alus und die glitzernde Dachreling.

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Vor allem: in bunt ist er nicht so ernst. Und schon gar nicht so ernst wie das Rudel der sonstigen SUV, dem der cross-up! in der Stadt die Zunge rausstreckt. Auch wenn er sie beim Ampelgrün nicht verfolgen kann, so holt er die dicken Brocken trotzdem schnell wieder ein. Beim Spurwechsel, auf der Bremse und immer dann, wenn Du Dir als Fahrer ein Herz packst. Das 15mm höhergelegte Fahrwerk ist ein genialer Partner. Nicht nur ist es noch komfortabler, als das eh schon kommode up!-Fahrwerk, nein, mit größtmöglicher Seitenneigung ruderst Du mit breitem Grinsen durch den Verkehr und musst darauf aufpassen, dass Du Dir die Seitenspiegel nicht auf dem Asphalt aufraspelst.

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Allrad und andere Offroad-Fahrhilfen gibt es natürlich nicht, der cross-up! macht nur ein bisserl Show. Aber das ist völlig in Ordnung. Auch nicht subkompakte SUVs werden meist nur zu diesem Zweck gekauft. Das gesparte Geld kann man also in Panorama-Schiebedach und das unverschämt günstige Aufstecknavi investieren. Überhaupt, das Navi: wo man andernorts gleich ein paar Tausender in eine integrierte Lösung investieren muss, zeigt das maps + more System, wie es geht. Einfach einen Navihersteller mit der Entwicklung beauftragen, die Schnittstelle zum Auto bereitstellen und schon hat man für ein paar Hunderter ein vollwertiges – und aufrüstbares – Infotainment.

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Selbst den Abstand beim Einparken bekommt man über das Display angezeigt. Wobei, eigentlich braucht es die Einparkhilfe gar nicht: Handraushalten genügt. Immerhin gilt es nur 3.56m zu parkieren. Das geht sich in allen Lücken und mit allen Fahrtalenten aus. Und im Falle eines Falles zerkratzt es ja keinen teuer lackierten Kunststoff, sondern nur die robuste Plastikbeplankung.

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Zu haben ist der cross-up! für 13.950€. Navi, Schiebedeckel und andere Kleinigkeiten summieren sich dann schnell auf 15.500€, aber irgendwas ist ja immer. Beim Verbrauch spart der Kleine hingegen: auch ohne Bluemotion-Technik zeigt der Bordcomputer selten Werte über fünf Liter an.

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