Würfelspiel – der Porsche 911 Carrera GTS

Wir unterbrechen die #radical14-Reportage für eine ganz tolle Sondersendung. Und den ersten Kandidaten für #radical15!

Mathematiker sind ja immer auch ein bisschen Exzentriker. Können alles und auch noch Latein. Faul und selbstsicher sind sie obendrein. Anders ist es nicht zu erklären, dass unter sämtlichen Kurvendiskussionen ein schlampig gekritzeltes „q.e.d.“ als hinreichende Antwort gilt. (Quod erat demonstrandum – was zu beweisen war, für die, die stattdessen Französisch oder Papierfliegerbauen gelernt haben.)

911 Carrera GTS Coupé

Porschefahrer sind das meistens nicht. Also, Exzentriker. Denn sonst wären sie Ferrarifahrer. Auch muss sich ein Elfer nicht mehr in der Kurvendiskussion beweisen und doch beschleicht einen beim Anblick des neuen 911 Carrera GTS die Erinnerung an den Mathematikunterricht.

„q.e.e.“ müsste man unter die Bilder kritzeln. Quod erat expectandum, also: was zu erwarten war. Weil, faul und selbstsicher sind sie in Zuffenhausen scheinbar auch. Und das ist gar nicht negativ gemeint, aber der GTS ist die logischste aller Konsequenzen, wenn man sich das restliche 991-Programm anschaut. Man hat bei Porsche einfach die besten Ausstattungsoptionen in den Würfelbecher gepackt, kräftig geschüttelt und das Ergebnis notiert:

Carrera GTS-Rezept

430PS aus 3.8 Litern spendiert das WLS-Kit des Carrera S,
Sport Chrono und PASM mit 10mm Tieferlegung spendiert die Aufpreisliste,
die breite Karosserie spendiert der Carrera 4,
die Kreuzspeichen-20-Zoll mit Zentralverschluss spendiert der turbo,
das Heckgitter spendiert das 50 Jahre 911-Jubimodell,
den Frontspoiler spendiert das Aerokit.

911 Carrera GTS Coupé

Außerdem gibt es noch ein paar schwarze Scheinwerfer, Klappenauspuff und einen Leder-Alcantara-Mix für die Sportsitze.

Das Ganze geht dann im Übrigen in glatten vier Sekunden auf Hundert und weiter bis auf 306km/h. Zumindest für das handgerissene, wie heckgetriebene Carrera GTS Coupé. Bei den Cabriolets verfängt sich das ein oder andere Zehntel im Verdeck und bei den Allradvarianten verlieren sich ein paar km/h auf dem Weg zum vorderen Differential.

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Und auch wenn das Ergebnis zu erwarten war, langweilig wird der GTS sicher nicht. Hinreißend breite Backen, eine Extraportion-Leistung und eben: Handschaltung. Dazu ein vernünftiger Preis (ab 117.549 EUR, die GTSe waren schon immer in Summe ein wenig günstiger als ein selbst zusammengekreuzter S) und eine Optik ganz ohne Spoiler-Exzentrik – so muss ein Elfer sein. Sicher auch für Mathematiker.

 

 

MEINUNGEN GESUCHT:

Cabrio 4 GTS mit ohne Dach und Leuchtband statt des merkwürdigen zweiten Gitters, oder klassisch breit und verlötet als indischrotes Coupé? (je länger man hinschaut, desto stärker fragt man sich, wieso überhaupt noch 911er ohne breite Backen gebaut werden!)

911 Carrera 4 GTS Cabriolet
911 Carrera GTS Coupé

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