#radical14 – Subaru WRX STI

Krack, die Scheibe reißt. Nicht, weil wir den Mirkoriss übersehen haben und wie ein Dilettant beim Einparken vom Bordstein gefallen sind, nein. Mehr, weil die Corvette nicht um die entscheidenden Meter enteilen konnte und aus purer Beleidigung einen fetten Stein in Richtung Subi spuckte.

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Bloß aufhalten ließ sich der Silberne deshalb nicht. Die Systeme auf Sport Sharp geklickt, den Gasfuß am Boden und der WRX STI ist, was er am Besten kann: ein Tier. Mag seine Motorleistung mickrig erscheinen, das Leergewicht erstaunlich hoch und die Schwerpunktlage diskutabel – in den entscheidenden Situationen, zumal wenn besagte Kiesel/Geröll auf der Straße liegen, biegt auch die #radical14-Konkurrenz den Subaru nicht so einfach.

Aber (und das ist jetzt mehr so ein lang und breites) in den restlichen Situationen ist der Subaru beinahe schlimm. Das Interieur ist so dermaßen Eighties, dass es sich eigentlich nur um einen Scherz handeln kann. Für die Bedienung brauchst Du sechs Hände und fundierte Kenntnisse in IT-Technik (oder eben Glück/Nerven, ganz wie man das sieht). Das Fahrwerk ist hart, der Verbrauch indiskutabel, doch am allerschlimmsten: der Spoiler. Er fehlt. Einfach so. Stattdessen ein traurig nackter Silberrücken.

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Ein WRX STI ohne Spoiler. Das ist wie Windows ohne Bluescreen, wie Merkel ohne Raute, wie Lehrer ohne Ferien. In anderen Worten: unvorstellbar. Noch dazu darf er alle Farben haben, solange es Rallye-blau ist. Und goldene Felgen sowieso.

Weil Du dieses Teil nicht tarnen darfst, weil Du es nicht angepasst fahren kannst, weil Du immer volle Attacke reiten musst. Anders macht er einfach überhaupt keinen Sinn.

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Wer das kann, der wird im Subaru seinen idealen Partner finden. Vor allem dann, wenn man nicht vor einiger Bastelei zurückschreckt. Ein bisschen mehr Ladedruck, Einzeller-Kat, großen Auspuffquerschnitt, scharfe Bremsbeläge und enge Recaros. Wir reden dann von lockeren 400PS, knallen, zischen, schnauben. Dem ganz normalen Rallye-Wahnsinn eben.

Doch wer mit seinem Auto im normalen Straßenverkehr teilnehmen muss, Stau steht, einkaufen fährt, am Wochenende zur Freundin nach München fährt, dem wird der WRX relativ schnell auf den Sack die Nerven gehen. Selbst im #radical14-Umfeld, wo es doch (wenn wir ehrlich sind) einzig und allein um sinnlose Ballerei ging, blieb der Silberne meist kalt und stehen.

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Was nicht nur an der gerissenen Scheibe lag. Sondern einfach daran, dass die Zeit für kompromisslose Autos wie ihn irgendwie vorbei ist. Golf R, Audi S1 und M135i xDrive – sie alle sind nicht langsamer als er. Natürlich, sie geben Dir am tief verschneiten Wintermorgen auch nicht die letzten 3% Adrenalinausschüttung des STIs, dafür: jederzeit sonst.

In der Schweiz sieht die Situation naturgemäß etwas anders aus. Schnee und Pässe hat es hier öfter, der Verkehr auf dem Land ist lichter, vor allem aber ist der Preis interessanter. Die genannte Konkurrenz ist lockere 10.000 Franken teurer. Daheim bei uns fällt dieser entscheidende Vorteil aber zusammen wie ein Kartenhaus. Deshalb: sorry Subi, die neue Scheibe bekommst Du noch, das war es dann aber auch.

Der Scheff sieht das im Übrigen anders. Aber das ist in Ordnung: Ruch über den WRX STI.

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